Die 2. Schwangerschaftswoche - 2. SSW

Mann und Frau freuen sich auf ihr Kind

© fotolia, Jens Schmidt

In der Gebärmutter hat sich nun eine üppige Schleimhautschicht aufgebaut, die bereit ist, ein eventuell befruchtetes Ei aufzunehmen. Gesteuert wird der Schleimhautaufbau unter anderem von dem Hormon Östrogen, das die Eierstöcke (Ovarien) jetzt bilden.

Das Ei selbst befindet sich noch im Eierstock und ist von einer prall mit Flüssigkeit gefüllten Blase umgeben, dem Follikel. Nun kommt die fruchtbare Phase im Zyklus.

Es wird spannend - alles ist bereit für eine Schwangerschaft

Der Eisprung wird etwa zwischen dem 12. und 16. Zyklustag erfolgen, je nachdem, wie lange der Monatszyklus tatsächlich ist (die 28-Tage-Regel ist eher eine etwas idealistische Vorgabe, die so nur auf wenige Frauen zutrifft). Während eines Zyklus reifen insgesamt 10-20 Eizellen im Eierstock, von denen sich jedoch nur eine "durchsetzt".

Die Eizelle entwickelt sich zum sprungreifen "Follikel" und ist circa 2 Millimeter groß. Als "Sprung" bezeichnet man das Platzen eines Eizellenbläschens gegen Ende der 2. Woche des Zyklus - später die 2. Schwangerschaftswoche oder SSW 2. Obwohl es zwei Eierstöcke gibt, kommt es in aller Regel nur in einem Eierstock zu einem Eisprung.

Frauen, die ihren Körper gut kennen, werden merken, dass es in dieser Zeit zu einem leicht verstärkten Ausfluss kommt: Der zähe Schleimpfropf, der den Gebärmutterhals (die Zervix) am äußeren Muttermund sonst zur Scheide hin gut und dicht u.a. gegen Krankheitserreger verschließt, wird in diesen fruchtbaren Tagen wässrig (spinnbar) und so für die Spermien durchlässig. Auf dem Toilettenpapier oder im Slip finden sich in dieser Phase häufig Spuren klaren Sekrets.

Die Eizelle und Spermien unterwegs

Gegen Ende der 2. Schwangerschaftswoche oder aber in der 3. Schwangerschaftswoche teilt die Eizelle selbst dem Körper mit einer verstärkten Hormonausschüttung mit, dass sie nun bereit ist. Diese Hormonausschüttung registriert die Hirnanhangsdrüse - und veranlasst etwa 24 Stunden später den Eisprung.

Danach macht sich die Eizelle im Eileiter auf den Weg, bzw. wird von zahllosen Flimmerhärchen weiter in Richtung Gebärmutter transportiert. Hier - im Eileiter - kann die Befruchtung erfolgen. Ihr entgegen machen sich nach einer Ejakulation rund 300 bis 400 Millionen männlicher Keimzellen bzw. Spermien auf den schwierigen Weg von der Scheide durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter - und von dort aus weiter in den Eileiter hinein. Geleitet werden sie auf ihrem Weg nach bisherigen Erkenntnissen von Progesteron oder duftähnlichen Substanzen, dem pH-Wert und Temperaturunterschieden. Obwohl diese vergleichsweise lange Strecke eher ein harter Hindernislauf als ein "Spaziergang" für die Spermien darstellt, brauchen die Schnellsten keine 20 Minuten bis zum Ziel - insgesamt werden "nur" rund 300 die Eizelle erreichen.

So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

  • Sie befinden sich jetzt in der 2. Schwangerschaftswoche (2. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
  • Anders gesagt: 1 Schwangerschaftswoche + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung).
  • Sie sind in der Woche der Embryonalentwicklung.
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