Dr. rer. nat. Meike Bentzs

Schreibabys

Dr. rer. nat. Meike Bentz

   

Antwort:

Kind hat Angst in fremder Umgebung

Liebe inreis!

Keine Sorge! Ihr Kind verhält sich ganz normal! Das Fremdeln begleitet Kinder durch das gesamte Kleinkindalter und kommt mal mehr, mal weniger zum Tragen. Meine Empfehlung ist daher sehr einfach:
Ändern Sie nichts an Ihrem Alltag und reagieren Sie gelassen! Sie brauchen Ihr Kind nicht zu Hause zu isolieren! Auch wenn es für Ihr Kind momentan eine kleine Herausforderung ist, sich in fremden Umgebungen und unter fremden Leuten frei zu bewegen. Das ist einfach eine Aufgabe, die jeder meistern muss.

Je weniger ängstlich und natürlich Sie sind, desto besser. Das einzige, was Sie vermeiden sollten, ist ihr Kind zu körperlichen Kontakt zu zwingen („Geh mal auf Omas Arm, gibt Tante Inge mal ein Küsschen oder komm auf Opas Schoß“). Die Grenzen, die das Kind hier setzt sollten immer gewahrt werden und keinesfalls sollte ein Kind genötigt werden, weil „Oma sonst ganz traurig und enttäuscht“ ist, weil man „lieb“ oder „dankbar“ für ein Geschenk sein soll etc.


Was dagegen hilfreich ist, wenn Sie die Gefühle Ihres Kindes versuchen zu spiegeln „Oh, du bist jetzt unsicher. Ist alles so neu für dich. Guck dir erstmal alles in Ruhe an“ Oder „Herrje, jetzt bist du erst mal vorsichtig. Hast Oma ja auch schon länger nicht gesehen.“
Das reicht. Prima ist es zudsem, dass Sie Ihrrem Kind Dinge vorab ankündigen. Manchmal gibt es dann mehr Theater, doch langfristig ist dies einfach wichtig für das Vertrauensverhältnis. Eine Vorbereitung für die Kita brauchen Sie nicht. Es bietet sich aber an, das Kind schon vorher mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen. Fragen Sie dort mal nach Eltern-Kind-Nachmittagen, Spielgruppen o.Ä. die Sie schon besuchen können. Oder zeigen Sie Ihrem Kind vorab schon mal seine Gruppe („Hier wird deine Gruppe sein und dann kannst du hier spielen“) Die Erzieher sind Profis in diesen Dingen. Wenn Sie also Sorgen haben, sprechen Sie diese vorab an. Mit diesen Dingen sind Sie nicht allein und man wird sicher einen guten Weg für Sie und Ihr Kind finden.


Alles Gute!

Herzlichst,

Ihre Meike Bentz

von Dr. Meike Bentz am 02.04.2016, 12:49 Uhr

 
 
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