Dr. rer. nat. Meike Bentzs

Schreibabys

Dr. rer. nat. Meike Bentz

   

 

Keinen Mittagsschlaf mehr ?

Hallo,

meine Tochter ist 22 Monate und eigtl würde sie Mittag schon noch schlafen.
Schläft dann allerdings 2 Std und findet abends nur schwer in den Schlaf.
Und wacht früher dadurch auf.

Jetzt hatte ich sie mal Mittag nicht hingelegt und sie war total entspannt. Sie war am Tag viel besser drauf und hat nachts toll geschlafen.

Kann ich selber einfach den Mittagsschlaf abschaffen ?

In 1 Monat kommt sie in die Krippe, ist es von Nachteil jetzt noch den Mittagschlaf abzuschaffen ?

Danke und LG

von JEW am 27.08.2015, 07:20 Uhr

 
 

Antwort:

Ergänzung

Es ist halt so, dass meine Tochter wahnsinnig viel verarbeitet.
Sie spricht sehr sehr gut. Eigtl fast alles, ich kann mich mit ihr normal unterhalten. Wortschatz ca 300 Wörter 4 Wort-Sätze

Und sie verarbeitet das erlebte im Schlaf. Abends dauert das Einschlafen an der Brust dann 30-45 Min

Wenn sie Mittag nicht geschlafen hat, dann dauert es 5-10 Min

Das Problem, wenn ich sie Mittag einfach nur zum ausruhen hinlegen würde, sie kann nicht sitzen bleiben oder geschweige liegen. Also ausruhen würde sie sich nicht wirklich

Ist das für ein 22 monatiges Kind nicht wichtig, den Tag dazwischen zu verarbeiten?

von JEW am 27.08.2015

Antwort:

Keinen Mittagsschlaf mehr ?

...mal davon abgesehen dass du diese Frage auch Frau Höfel und Dr. Busse gestellt hast, hat das doch mit "Schreibabys" nichts zu tun?

von Mari831 am 27.08.2015

Antwort:

Keinen Mittagsschlaf mehr ?

Liebe JEW,

nun, meine Vorrednerin hat mit Ihrem Kommentar ein bisschen Recht - nicht, dass Sie hier mit Ihrer Frage nicht willkommen sind (Schlafen und Schreien hängt ja zusammen), doch viele Köche verderben den Brei. Grundsätzlich nehme ich Eltern mit allen Anliegen ernst und natürlich auch Sie. Sie haben eine Frage und erhoffen sich Hilfe. Daran ist nichts auszusetzen!

Ich beobachte allerdings immer wieder, dass viele Eltern sich von Ratgeber zu Ratgeber lesen, von Forum zu Forum und von Beratung zu Beratung wandern und am Ende völlig verunsichert sind. Das kann dann zu einem regelrechten Teufelskreis werden (mehr Unsicherheit - mehr Beratung usw.), der jedes Kinderthema zum großen Stress werden lässt! Sie als Eltern brauchen jedoch das Vertrauen, dass Sie grundsätzlich in der Lage sind, für Ihr Kind richtige Entscheidungen zu treffen. Den one-best-way wird es ohnehin sehr selten geben. Man wird nicht immer alles richtig machen können, dies ist aber auch nicht erforderlich! Über so vielem hängt die Angst, etwas grundlegend falsch zu machen und ein Kind für immer unglücklich und psychisch gestört zu hinterlassen. Die ist jedoch nur in wenigen Fällen wirklich begründet.

Was kann denn in Ihrem Fall wirklich Schlimmes passieren? Entweder es klappt mit dem Verzicht auf den Mittagschlaf gut (von einem einmaligen Versuch würde ich allerdings nichts ableiten), oder sie müssen eben wieder dahin zurück. Das werden Sie merken.

Das aber nur vorweg, da ich mir nicht sicher bin, ob ich Ihnen mit einer weiteren Antwort mehr schade als nütze.

Daher nur kurz: Ich würde vorab wirklich in der Kita nachfragen, denn es gibt einige Einrichtungen, die die Kinder konsequent immer hinlegen. Ich finde ein individuelles Vorgehen besser, doch es wird eben nicht überall so gehandhabt. Es wäre daher sehr ungünstig, jetzt mit Mühe Gewohnheiten zu schaffen, die nachhher nicht mehr passen.

Ansonsten ist Mittagsschlaf bei Kleinkindern natürlich eine legitime Stellschraube, wenn am Abend der Schlaf immer länger auf sich warten lässt. Entwicklungspsychologisch spricht nicht dagegen, sofern es sich zeigt, dass das Kind eben mit der längeren Wachphase gut zurechtkommt. In den ersten Monaten gelten andere Regeln. Dauert das Einschlafen stundenlang und sind Kinder bis spät noch putzmunter ist es meist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Mittagsschlafzeit zuviel ist und der Schlafdruck abends zu gering. Dabei muss es nicht immer ein völliger Verzicht die Lösung sein. In Ihrem Fall würde ich sogar dahin tendieren, ihn erstmal auf eine Stunde zu begrenzen. Es bleibt ohnehin mmer etwas Fummelei - besonders in der Übergangsphase.

So oder so: viel Erfolg bei der Eingewöhnung und weiterhin viel Freude an- und miteinander!

Herzlichst,

Ihre Meike Bentz

von Dr. Meike Bentz am 27.08.2015

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