Dr. rer. nat. Meike Bentzs

Schreibabys

Dr. rer. nat. Meike Bentz

   

Antwort:

Baby 5 Monate schläft nur an der Brust

Liebe Mamamia80,

eigentlich haben Sie sich Ihre Frage schon selbst beantwortet, indem Sie schreiben dass Sie kein Problem damit hätten. Wozu dann also ein Problem schaffen? Als Mutter können und dürfen Sie doch entscheiden, was für Sie ein guter Weg ist, da brauchen Sie keine offizielle "Erlaubnis" durch mich.

Doch ich verstehe natürlich Ihre Sorge, etwas falsch zu machen. Allerdings gibt es so oder so keine Garantien oder one-best-way,

Natürlich kann es sein, dass Ihr Sohn lernt, nur noch mit der Brust einzuschlafen. Auch dies würde für mich in diesem Alter noch kein schlimmes Problem, sofern eben dann auch das Durchschlafen klappt und alle soweit zufrieden sind. Handlungsbedarf besteht für mich dann, wenn eine Entwicklung sich nicht vollzieht, also ein Kind auf Säuglingsniveau im Schlafverhalten stehen bleibt und /oder die Schlafsituation für Eltern eine Belastung darstellt. D.h. sollte Ihr Kleiner sich dahingehend entwickeln, dass er immer häufiger anstatt seltener aufwacht, weil er immer wieder den Stimulus Brust zur Beruhigung verlangt ohne signifikant zu trinken, dann wäre es aus meiner Sicht überlegenswert, hieran zu arbeiten. Viele Kinder haben jedoch keine Probleme mit dem Einschlafstillen. Sie schlafen und stillen danach in der Nacht "normal", schlafen schnell wieder ein und werden nicht ständig wach, nur weil Sie die Brust nicht im Mund haben.

Selbst wenn Sie also sehen, dass dieser Weg für Sie einfach nicht mehr passt oder schwierig wird, können Sie es gemeinsam ändern. Gewohnheiten sind ja keine unveränderliche Größen fürs Leben .Selbst wenn das vielleicht nicht nach Lehrbuch ist, finde ich gerade in der Säuglingszeit eine große Portion Pragmatismus wichtiger. Sie können schlafen, Ihr Kind schläft - ist doch klasse! Da Sie sich zudem möglicher Nachteile ja durchaus bewusst sind, hätte ich auch nicht die Sorge, dass Ihnen da was durch die Lappen geht. Behalten sie einfach die Entwicklung ein wenig im Auge, dann können Sie ggf. immer noch rechtzeitig Alternativen entwickeln.

Und jetzt genießen Sie Ihre gemeinsame Zeit und den ausgiebigen Mittagsschlaf [auf den ich ein bisschen neidisch bin...(-; ]

Herzlichst,

Ihre Meike Bentz

von Dr. Meike Bentz am 24.11.2015, 10:18 Uhr

 
 
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