Dr. rer. nat. Meike Bentzs

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Dr. rer. nat. Meike Bentz

   

 

Auto fahren

Hallo, mein Sohn 8 Wochen alt schreit bei jeder Autofahrt wie am Spieß. Jede Fahrt ist eine Tortur für alle. Er ist jedesmal Klatsch nass geschwitzt und ich auch. Er tut dies von Geburt an. Wir haben sogar einen anderen Sitz gekauft aber nichts hilft. Sonst schläft er tagsüber im Tuch. Nachts neben mir. Hab ich ihm dass alleine schlafen abgewöhnt? Aber er müsste dass doch im Auto Sitz auch lernen mit dem einschlafen, oder? Was kann ich tun? Weniger fahren kann ich auch nicht, weil er fünf Geschwister hat die zur Schule und sonst wohin müssen. Wie sehr schadet die Schreierei seiner Bindung und seinem urvertrauen? Er tut mir jedesmal so schrecklich leid.
Bitte um Rat.
Danke im voraus

von Mamaeric78 am 02.10.2015, 13:24 Uhr

 
 

Antwort:

Auto fahren

Wart ihr schonmal beim Osteopathen? Mein Kind hat zwar immer und Überall geschrieen, nach einer osteop. Behandlung war aber zumindest diese Blockade gelöst und das Gebrüll im Auto hörte auf (er schlief da immer selig)

von Where2Go am 06.10.2015

Antwort:

Auto fahren

Liebe Mameric78!

oh, je: Sie haben also auch einen kleinen Autofahrerhasser! Damit sind Sie wirklich nicht allein. Ich sage immer , es scheint bei den Kleinen wirklich nur zwei Extremkategorien zu geben: die einen liiiiiieeeeeben Autofahren und entspannen sich dabei wunderbar, die anderen brüllen sich die Seele aus dem Leib.

Hier kann man leider nicht viel dran ändern und eine sichere Alternative zur Babyschale ist leider auch noch nicht erfunden worden. Die Zeit bringt hier wirklich Linderung. Zum einen, weil die Kleinen lernen, mit den doch starken Reizen des Autofahrens besser klar zu kommen, dann werden sie motorisch fitter und lettzendlich dürfen sie dann ja auch irgendwann in einen anderen Sitz.

Sie als sechsfache Mutter (Respekt!) stellt das Thema natürlich vor besondere Herausforderungen, schließlich muss der Alltag ja gewuppt werden.

Dennoch würde ich mir überlegen, ob es vielleicht doch Möglichkeiten gibt, die Autofahrten zu reduzieren. Ich persönlich sehe zwar nicht die Gefahr, dass Ihr Sohn hierdurch eine Bindungsstörung entwickelt oder sein Urvertrauen verliert, denn Sie lassen ihn ja nicht allein im dunklen Kämmerlein vor sich hinbrüllen und geben ihm viel Nähe und Geborgenheit.Doch zweifelsohne sind die Fahrten für ihn (und alle Mitfahrenden auch) sehr anstregend und manchmal eben auch überfordernd. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, ihn öfter mal bei jemand anderem zu Hause zu lassen, wenn Sie fahren müssen? Das wäre in jedem Fall für Sie alle besser als diese tägliche Tortur. Oder Sie wechseln sich mit anderen Müttern mit den Fahrdiensten ab? Manchmal sind es ja gerade die Mütter, die wahsinnig viel schaffen und leisten, denen es schwerfällt, sich auch mal helfen zu lassen...

Wenn sich Autofahren wirklich nicht vermeiden lassen, ist das Einzige was Sie tun können, dafür zu Sorgen, dass es Ihr Kleiner möglichst bequem hat (nicht zu dick einpacken). Hierfür haben Sie ja zahlreiche kleine "Helfer", die neben Ihrem Kleinen sitzen und ihn streicheln oder die Händchen halten können. So merkt er, dass die Situation zwar für ihn unangenehm ist, dass aber nicht Schlimmes passiert und er nicht allein ist.

Ich drücke als Mutter eines bereits kurierten ehemaligen Autofahrhassers mit jetzt zwei Autofahrfans die Daumen, dass der Spuk schnell vorbei ist und wünsche Ihnen viel Freunde mit Ihrer Rasselbande!


Herzlichst,

Ihre Meike Bentz

von Dr. Meike Bentz am 06.10.2015

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