Hallo zusammen, Ich muss euch hier grade mal mein Herz ausschütten, weil grade alles so kompliziert ist... Mein Mann und ich hatten uns nach unserer Hochzeit letztes Jahr entschieden, nicht mehr zu verhüten und es erstmal "drauf ankommen zu lassen", ohne großes Tracken von meinem Zyklus etc. Ende April hielt ich dann den positiven Schwangerschaftstest in den Händen, wir haben uns total gefreut das es einfach so unkompliziert geklappt hat, und bis zur 20. Woche verlief alles traumhaft, ich hatte nicht mal im 1. Trimester irgendwelche Beschwerden. Dann kam das Organ-Screening und auch da lief alles super, bis die Frauenärztin plötzlich meinte "das sieht nicht ganz normal aus". Im Endeffekt hat unser Sohn eine beidseitige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und wir waren total geschockt. Es hat lange gedauert, bis ich darüber reden konnte ohne zu weinen, auch wenn es durch OPs offenbar gut zu behandeln ist. Trotzdem werden die ersten Monate schwer, da das Stillen nicht normal funktioniert, deutlich länger dauert, er vermutlich nicht richtig hören können wird etc. Er bekommt sogar einen Pflegegrad und einen Grad der Behinderung von 100+H, solange die OPs 7 und 10 Monate nach Geburt nicht abgeschlossen sind, und auch danach werden auf uns eine Menge Facharzt- und Therapietermine warten. In der 26. Woche wurde mir dann Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, wovor ich mich immer gefürchtet hatte, obwohl es in meiner Familie nicht vorkommt, mein BMI und mein Essverhalten normal sind. Bei beidem wurde mir gesagt, die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering und ich hätte keine Schuld daran. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass alles schief läuft und das Universum mir sagen will, dass ich nicht hätte schwanger werden sollen. Das ist vielleicht grade sehr dramatisch formuliert, und ich denke auch nicht die ganze Zeit so, aber ich habe einfach irgendwie kein Vertrauen mehr darin das hiernach noch irgendwas einfach so gut oder normal läuft..Die Fachklinik mit der wir in Verbindung stehen bietet psychologische Beratung an, die hat mir bisher aber noch nicht geantwortet. Ich bin aktuell bei 27+5 und hoffe das ich bald ein bisschen besser damit umgehen kann.. Vielleicht gibt es ja hier Leute mit ähnlichen Erfahrungen oder Verständnis, damit ich mich nicht so alleine fühle. Danke schonmal im vorraus  Eine deprimierte BrötchenMama