Monatsforum Februar Mamis 2012

Weswegen lasst ihr taufen?

Weswegen lasst ihr taufen?

hasilein961

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Ich habe nur eine Frage und ich will niemanden angreifen, aber weshalb tauft ihr? Ich lese von so vielen, dass sie sich ärgern, dass die Taufpaten getauft sein müssen und dass sie nur taufen, damit das Kind nicht in der katholischen Gegend auffällt. Wir lassen unseren Kleinen taufen und haben auch die Großen taufen gelassen, weil sie damit Gottes Segen bekommen und natürlich auch, damit sie in die christliche Gemeinschaft aufgenommen werden. Da finde ich es schon wichtig, dass die Taufpaten auch getauft sind. Wie sollen sie denn sonst dem Kind den Glauben vermitteln (auch das gehört zur Taufe!) Wie gesagt, ich möchte niemanden verurteilen, jeder muss selbst wissen was er tut, aber ich frage mich nur, weshalb man tauft, wenn man es nicht des Glaubens wegen tut. lg christina


Modeska

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Ganz ehrlich? Ich lass meinen kleinen Taufen, weil die Großeltern meines Mannes die "schein"Heiligen/Gläubigen sind. Ich wurde auch getauft, hätte gern meinen kleinen später entscheiden lassen, aber in Bayern... naja :) Er hat später ja auch die Möglichkeit auszutreten. Ich bin nicht gläubig, gehe auch nie in die Kirche, nicht mal zu Weihnachten, finde es eh schon ne frechheit was die an Kirchensteuer verlangen, da werf ich doch net zusätzlich was in den Klingelbeutel, dadurch wird eh nichts sinnvolles gemacht und das weiß ich aus 1. Hand (so genug ausgeschweift). Also ich mache es nicht des Glaubens wegen :) Sondern weil es die Verwandtschaft so will und die haben das ganze auch bezahlt und es schadet meinem stinker nicht. Verurteilt mich, das lässt mich kalt, aber ich sag wie es ist und das ist meine Meinung ^^


Mitglied inaktiv

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mein mann ist, wegen der tollen kirchensteuer vor ein paar jahren ausgetreten! das ist eine woche sommerurlaub für uns! das muss man sich mal vorstellen! ich bin drin, und die kleine soll auch getauft werden. wir möchten auch gerne das sie später in einen evang. kindergarten geht. einfach aus überzeugung das es nicht schadet, weils bei uns auch so war.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von hasilein961

bin jetzt kein inniger kirchengänger oder so, aber getauft und konfirmiert. hat mir nicht geschadet. ich war gerne beim kinder gottesdienst und bei bei der jungschar (schreibt man das so?). ich finde es schön für die kinder wichtig, das sie einen neutralen "zuflucht ort" haben, wenns bei mama oder papa mal doof ist oder man anderen kummer hat. ab nem bestimmten alter können sie ja selbst entscheiden, was sie draus machen.


tajulein

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genau aus diesen gründen überlege ich schon die ganze zeit, ob wir sie taufen lassen sollen, oder nicht :-/ ich bin katholish, mein freun evangelisch, aber ausgetreten. ich gehe eigentlich auch nur zu weihnachten, weil es "zur stimmung passt"... so, welche konfession soll sie bekommen? und wenn, dann aus welchem grund? wir beide können ihr den glauben nicht richtig vermitteln, da wir nicht wirklich überzeugt sind... dann sind da aber folgende faktoren: 1. die liebe familie "ihr MÜSST sietaufen lassen!" 2. freunde, die es auh gemacht haben, "weil man es so macht" 3. späterer unterricht in kidergarten, schule, andere kinder, die zur kommunion/konfirmation gehen.. wir tun uns echt schwer, uns für irgendetwas zu entscheiden. aber eigentlich sind wir eher beim "nein", da wir das ehrlicher finden. ist ja noch zeit.


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Lea wird auf jedenfall auch getauft. Ich bin katholisch und mein Mann evang. Wenn es nach meinem Mann ginge, würde er sie später wenn sie größer ist selbst entscheiden lassen. Mir ist es aber sehr wichtig, das man den kleinen eine bestimmte Richtung vor gibt und sie auch Gottes Segen erhalten. Ich bin nicht streng gläubig und bin kein kirchengänger. Jeder glaubt auf seine eigene Weise an etwas und ich war früher sehr froh zur Kommunion und zur Firmung gehen zu können, denn man gehörte in eine Gemeinschaft. Aber meine Eltern waren und sind auch beide in der Kirche gewesen! Für mich war auch die kirchliche Hochzeit sehr wichtig, da ich für unsere Ehe auch "Gottes Segen" haben wollte und so werde ich auch unsere Maus eine bestimmte Richtung vor geben. Was ich aber auch nicht verstehen kann: Warum man sein Baby taufen lässt wenn der Partner aus der Kirche ausgetreten ist oder auch Taufpaten hat die aus der Kirche ausgetreten sind?? Das verstehe ich nicht! Man verspricht als Taufpate in der Kirche das man das Baby/Kind im christlichen Glauben erzieht!!! Deshalb tauft man doch! Das man den kleinen Gottes Segen gibt und sie eine Richtung vorgegeben bekommen. Aber wie kann man sein Kind eine Richtung vor geben, wenn man selber nicht dran glaubt?? Es muß wirklich jeder für sich selber entscheiden, aber warum lässt man taufen wenn der Partner ausgetreten ist? Warum nimmt man Taufpaten die nicht mehr in der Kirche sind? Kann da auch alle Pfarrer/Pastor verstehen, die das Baby/Kind dann nicht taufen lassen wollen. Was erzählt ihr denn später euern Kindern warum der Papa nicht in der Kirche ist und warum die Taufpaten auch ausgetreten sind und warum euer Kind dann an etwas glauben soll, an das der eigene Papa nicht glaubt? Es soll sich bitte NIEMAND angegriffen fühlen! Ich schreibe grad nur meine Meinung und Gedanken auf! Und da wir im Februar - Bus sitzen weiß ich, das ich das auch kann


Mitglied inaktiv

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hat bei meinem mann nix mit "nicht dran glauben" zu tun. sondern rein mit der mengen an geld die uns fehlt! bei 500€ im jahr kann man das wohl mal machen. das heißt ja nicht ,dass er da nicht hinter steht. im gegenteil, er möchte unbedingt das die kleine getauft wird. und die taufpaten sind bei uns alle getauft und in der kirche. man kann genauso gut die frage in den raum stellen, warum getauft wird wenn man doch nie (ausser weihnachten) in die kirche geht!? (wo ich mich auch zuzähle!) muss halt einfach jeder selbst entscheiden, aber ich finde es einfach gut für die kleinen.


Pamina

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Ich bin nicht sehr gläubig, aber wir haben unseren Schatz taufen lassen, weil es in unserer Gesellschaft einfacher ist. Ob es nun ist, selber Taufpate zu werden, Religionsunterricht in der Schule, einen kirchlichen Arbeitgeber zu haben (Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser...), es kann das Leben unnötig schwer machen, keine Konfession zu haben.


Marusha20

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Ich bin nicht gläubig und eine Kirche sieht mich so gut wie nie von Ihnen. Wir lassen unser Kind auch nur Taufen weil er es einfach in der Gesellschaft einfacher hat. Die Paten haben wir definitiv nicht das Sie dem Kleinen einen Glauben an erziehen. Das muss er selber entscheiden. Wir haben unsere Paten so ausgefällt das Sie ihm etwas mit geben aufs Leben und unsere Art der Erziehung teilen.


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Antwort auf Beitrag von Marusha20

Wir haben unsere Paten auch nicht heraus gesucht damit sie Lea "gläubig" erziehen! Hab oben selber geschrieben das ich kein Kirchengänger bin und nicht streng gläubig. Ich will Lea mit der Taufe auch nur eine Richtung vor geben.Was sie später dann daraus macht ist ja dann ihre Sache. Ich wollte das mit den Paten nur mal geschrieben haben, da man das bei einer Taufe in der Kirche als Taufpate "vor Gott verspricht"! Deshalb habe ich auch geschrieben das ich den Pfarrer/Pastor verstehen kann, der das Baby/Kind dann nicht tauft, wenn es Taufpaten hat die nicht in der Kirche sind!!


Marusha20

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Der nicht getaufte Pate wird auch nicht eingetragener Taufpate sein sondern es heisst das in der Kirche Taufzeuge. Mit dieser Möglichkeit sind wir doch super zufrieden aber diese Möglichkeit hat uns der Pfarrer hier im Ort gar nicht eröffnet sondern gleich los gemault und die größte Frechheit war dann noch. Er möchte sowieso beide kennen lernen vorher, dagegen würde ja nichts sprechen, aber dann meinte er um zu schauen ob ihm den Paten gefallen weil die suchen die Kirche aus und nicht Eltern. Da hat es mir schon gereicht. Wir zahlen jedes Jahr über 2000 Euro Kirchensteuer. Dan entscheide ich schön selber wie die Taufe von meinem Kleinen abläuft.


Trisch

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Damit Johann Gottes Segen hat, mein Mann und auch die Taufpaten sind getauft und zahlende Kirchenmitglieder- persönlich bin ich ungetauft im Osten Deutschlands aufgewachsen. Ein späterer Eintritt in die Kirche ( evang.) war nicht meine Intention, dies bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht glaube! Die Erziehung im christl. Sinn wird primär von meinem Mann übernommen jedoch steht dies nicht kontraer zu meinem persoenlichen werteverstaendnis. Somit lassen wir Johann wiederholt unter Gottes Segen stellen, bereits im Kh gab es eine Pastorin. Lg Trisch


lindarie

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Antwort auf Beitrag von hasilein961

also wir lassen ihn spaeter selbst entscheiden ob er getauft werden moechte,mein mann und ich sind beide konfessionslos und uns sind bisher keine nachteile entstanden.allerdings ist hier auch eher eine glaeubige ecke und wenn ihm das gefaellt was im kindergarten und der schule ueber gott und religion erzaehlt wird,dann darf er gern der kirche beitreten.in reli wird u.a. auch ueber buddhismus geredet und wenn er sich eher damit identifiziert dann von mir aus auch.wir wollen ihm einfach gern die freiheit lassen selbst entscheidungen zu treffen und ihn in allem unterstuetzen!


Farasha

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Antwort auf Beitrag von lindarie

Wir lassen nicht taufen. Mein Mann ist zwar katholisch , aber kann damit trotz allem garnichts anfangen. Ich habe verzweigte Wurzeln , bin ungetauft und ohne Glaubensrichtung , habe aber ebend durch die verzweigte Familie , einige als Kind schon mitgetragen. Unsere Kinder bleiben ohne Taufe , haben aber beide ein Paar aus der Familie als Paten. Sollte uns etwas geschehen ist festgehalten , das sich diese Paten um unsere Mädchen kümmern , bis zur Volljährigkeit.


laretta

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Hallo Christina, ich habe mir gestern beim Durchlesen einige "Taufbeiträge" dasselbe gedacht wie du... Hab mich aber nicht getraut diese Frage aufzuwerfen, weil ich nicht wusste wie formulieren ohne dass sich jemand gleich angegriffen fühlt. Kann dir nur voll und ganz zustimmen!


Modeska

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Antwort auf Beitrag von hasilein961

Um es nochmals hervorzuheben, also in Bayern ist das so gehandhabt (außer ich hab das jetzt total falsch verstanden^^) Paten sind auch dazu da, falls den Eltern etwas passiert, die dann die Vormundschaft für das Kind haben. Seh ich das falsch, dann hab ich echt nen Knick in der der Optik :)


Schlegi

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Unsere Lea wird getauft, damit sie Gottes Segen erhält und hier in die Gemeinde aufgenommen wird. Für mich ist es auch nicht wichtig, wie oft ich in die Kirche gehe. Das bleibt doch auch jedem selbst überlassen. Ich kann auch gläubig sein und zuhause beten, dafür muss ich nicht in die Kirche gehen. Trotzdem finde ich gerade die Messe zu Weihnachten und Ostern sehr schön. Dann gehen wir auch in die Kirche. Jeder so, wie er mag. Wir werden uns nächstes Jahr auch noch kirchlich trauen lassen. Einfach weil mein Mann und ich es so wollen und es uns wichtig ist. Das wir dann Kirchensteuer zahlen ist auch nur verständlich. Davon werden die Kirchen unterhalten, Jugenarbeit finanziert etc..... Das kommt dann später auch unserer Kleinen zu Gute. Für mich war es damals einfach nur schön, zum Kommunions- und Firmunterricht zu gehen. Das möchte ich unserer Kleinen nicht verwehren (auch wenn sie evangelisch getauft wird). Ich freue mich schon darauf, wenn sie am 28.5. in die Gemeinde aufgenommen wird. Aber: Wie bereits gesagt: Jeder so wie er mag!


Holly87

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Wollte auch noch mal kurz was dazu sagen. Also bei uns ist es so das wir beide im katholischen Glauben aufgewachsen sind. Mein Freund aber um einiges strenger als ich. Er war auch in Vereinen mit christlichem Träger (katholische Landjugend). Ich selbst war bei den Ministranten als Kind und habe das auch als sehr schöne Zeit in Erinnerung. Da jedoch mein Eltern nicht in die Kirche gehen, habe ich selbst auch aufgehört zu gehen. Zudem ging mir mein Glauben aus div. Gründen ein weniger verloren über die Jahre. Das will ich jetzt nicht näher erläutern wieso und weshalb. Mein Freund und seine Familie gehen nach wie vor oft in die Kirche. Meine Schwiegereltern z.B jeden Sonntag. Es wäre für die der absolute Weltuntergang, wenn wir Johanna nicht taufen lassen würden. Deshalb haben wir entschieden es gleich zu machen. Was sie daraus macht ist ihre Sache und ich stehe in jedem Fall hinter ihr. Und der gesellschaftliche Aspekt ist hier auch ein Thema. Das können vielleicht einige nicht verstehen, aber hier im Süden sind fast alle Kinder getauft und die nicht getauften werden in versch. Situationen einfach benachteiligt. Viele Vereine sind hier mit katholischem Träger, dann die ganze Sache rund um die Kommunion, Firmung, Schulunterricht, Chor...ich möchte das mein Kind mitmachen kann wo es möchte ohne ausgeschlossen zu werden. Und ich will auch nicht das es später bei der Jobsuche leiden muss. Hier sind fast alle Kindergärten oder Krankenhäuser katholisch oder evangelisch, die stellen keine konfessionslosen ein, traurige Tatsache. Wie gesagt, wenn mein Kind später kommt und sagt das es nicht in die Kirche gehen möchte ist das okay für mich und ich stehe dahinter, aber für die Kindheit an sich wird es nun erstmal so sein.


Marusha20

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Antwort auf Beitrag von Holly87

Sehr schön formuliert. Das sind genau die Gründe wieso ich mein Kind nun auch Taufen lasse. Eine Ortschaft weiter gibt es z.B. eine evangelische Privatschule und die ist mehr als Top. Kenne viele die ihre Kinder dort haben und Stand heute möchte ich ihn dort auch unterbringen. Was man da hört ist echt super. Ohne Taufe würde es auch nicht gehen.


tigermaus

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Antwort auf Beitrag von hasilein961

Unsere Pamina wird nicht getauft. Wir sind absolut dagegen, einem Kind, das noch keine Entscheidung treffen kann, etwas aufzuzwingen. Wir sind selbst säkular humanistisch eingestellt und gegen jede Glaubensindoktrination von Kindern. Solange man die Kinder taufen lässt, obwohl man selbst nicht dahinter steht, unterstützt man weiter ungewollt die gesellschaftliche Macht der Kirchen, was es den (inzwischen sehr zahlreichen) konfessionslosen Menschen schwer macht. Möchte niemand angreifen, der das aus Überzeugung tut, aber nur wegen der Leute würde ich das nie machen. Wenn Pamina später bewusst in eine Glaubensgemeinschaft eintreten will, ist das natürlich völlig in Ordnung, aber jetzt lassen wir sie nicht taufen (auch nicht wegen der Leute, Schwiegereltern ... Ist unsere Entscheidung!). LG Angela


Wunderkind1980

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Antwort auf Beitrag von hasilein961

Grundstein legen.... Meine Freundin wurde erst kurz vor Konfirmation getauft und sie hat es gehasst.