Mädchen79
Ich muss mich gerade damit auseinander setzen, dass ich möglicherweise oder sogar sehr wahrscheinlich zur Entbindung alleine hin muss bzw allenfalls unseren 2jährigen Sohn dabei haben werde, den dann hoffentlich eine Freundin in der Geburtsphase eine Freundin betreuen kann, da mein Mann ein lukratives Jobangebot bekommen hat. Das bedeutet aber, dass er nun Hals über Kopf auswärts arbeiten wird und maximal noch an den Wochenenden kommen kann zu uns. Und ob dann da unser Zwerg gerade kommt, weiß man ja nicht. Und selbst wenn ich ihn anrufe, sobald es los geht, wird er es zeitlich wohl nicht mehr zur Geburt schaffen. Ich komme mir gerade vor, wie in einem schlechten Film oder Traum, aber ist es wohl leider nicht. Er ist von dem Angebot ganz begeistert und meint allen Ernstes, dass das schon irgendwie klappen wird. Ich sitze da in Schockstarre und gehe so manches im Kopf durch, was mich dann in Kürze erwartet. Mit einem 2jährigen, hochschwanger usw. Und dass ich bei der Geburt allein sein könnte, mit sowas hatte ich im Leben nicht gerechnet. Alle Vorfreude ist gerade mal im Eimer und ich kann das gar nicht so richtig verbalisieren. Ich wollte jedenfalls wissen, ob noch jemand allein sein wird bei der Geburt und wie Ihr das so angeht? Ich meine, ist ja nicht meine erste Geburt und ich weiß, was mich erwartet. Aber irgendwie trotzdem komisch. Hab auch schon überlegt, ob ich sonst wen mitnehmen könnte, aber da fällt mir auch niemand ein, den ich dabei haben wollen würde. Zumal ich unseren Sohn ja auch betreut wissen muss und das dann hoffentlich schon meine Freundin macht. Und ich glaube, dann will ich auch wirklich so allein sein, wie ich mir allein vorkomme (gerade). Jemand Vorschläge, wie man sowas am besten angeht oder jetzt auch verdaut? Mir schlägt das Ganze nicht nur aufs Gemüt gerade, sondern auf den Magen und der Kleine ist auch permanent am strampeln dadurch. Alles doof...
Ich bin nicht in deiner Lage (werde nicht allein bei der Geburt sein), aber kann Deine Gefühle verstehen. Ich wurde Dir sagen: Versuch dich nicht verrückt zu machen. Manche Sachen kommen, wie sie kommen. Wenn dein Mann nicht nach der Geburt mit dem neuen Job anfangen kann und es so eine einmalige Chance ist, würde ich vielleicht sie auch annehmen. Er macht es ja nicht absichtlich! Hauptsache das 2-jährige Kind ist versorgt. Du wirst es gut hinkriegen. Hast Du eine Hebamme? Die kannst Du in der Regel anrufen, wenn du denkst, die Geburt geht los - rund um die Uhr. Sie kann zu dir kommen, dich am Anfang begleiten, sogar zum KH fahren, wenn es so weit ist, oder sich um einen Krankenwagen oder ein Taxi kümmern. Im Kreisaal selbst ist nicht schlimm, wenn du keine Begleitung hast - manche Frauen wollen es sogar so. Es ist nicht dein erstes Kind, du brauchst keine Angst zu haben. Alles Liebe - Neus
Guten Morgen, guter Hinweis mit der Hebamme. An die habe ich bislang gar nicht gedacht. Liegt sicher daran, dass ich noch regelrecht in Schockstarre da sitze. Die Sache verhagelt (mir) gerade alles. Danke Dir...
Das ist wirklich eine bescheidene Situation. In erster Linie würde ich um die Betreuung des Großen schauen. Jemanden suchen, wo er auch mal bleiben kann. Kann mir gerade keinen 2-jährigen stundenlang im Kreisssaal vorstellen.Auch mal probeübernachten lassen. Dann kannst du auch ss mal etwas ausspannen. Wie sieht es denn nach der Geburt aus, kann dein Mann freimachen,wenn du im KH bist? Wünsche euch alles Gute.
Der kleine Große soll nicht mit in den Kreißsaal, das war von mir missverständlich ausgedrückt. Es war bis gestern so organisiert, dass er zu meiner Freundin kann, wo er tagsüber im Normalfall problemlos bleibt. Hätte es dann doch Probleme gegeben, hätte mein Mann ihn geholt und wäre mit ihm und der Freundin in die Klinik gekommen oder sie wäre mit ihm halt zu uns in die Klinik gekommen. Mit der Klinik war bzw ist besprochen, dass wir da ein Familienzimmer haben und unser Sohn da sein und sogar schlafen darf, sofern mein Mann dabei ist als Betreuungsperson. Ich gelte ja als Patient und darf offiziell nicht betreuen. War also alles super organisiert - bis gestern. Jetzt beginnt aber das Drama dann schon damit, dass ich ihn dann zur Freundin geben muss und das nicht mein Mann machen könnte. Von dem verabschiedet er sich nämlich problemlos (kennt er eben die Situation, weil mein Mann ja morgens auch arbeiten geht und so), an mir hingegen hängt er total, was sich über die kommenden Wochen ja eher noch verstärken wird, wenn wir dann ganz alleine sind. Und wenn er den Papa dann vermisst, ihm jetzt noch beizubringen, sich von mir problemlos zu verabschieden, das kann ich knicken. Er ist einfach noch zu klein, das alles nun zu verstehen und zu packen. Und ehrlich: Der kleine Kerl kann für diese beschissene Situation gar nichts, da sehe ich meine Aufgabe auch als Mama darin, für ihn feste Größe zu sein und ihn nicht noch weg zu geben. Er ist ganz pflegeleicht und hat leider gerade bessere Antennen dafür, wie mich das mitnimmt als mein Mann, der mir bei allem sagt, dass das schon klappen wird. Nach der Geburt wird er maximal 3 Tage bei uns sein können. Sind doch blendende Aussichten. Kinderzimmer ist noch nicht hergerichtet, aber wenn ich mit den beiden Kindern eh alleine bin, brauche ich keines. Stelle ich die Wiege zu mir. Findet mein Mann zwar doof, aber ehrlich: Ist mir egal mit dem Zimmer. Kann ich immer noch hinterher machen, bestellte Möbel im Keller parken. Bin gerade was desillusioniert. Ab Oktober muss ich dann auch mit Baby und dem kleinen Großen die Eingewöhnung im Kiga machen, obwohl auch da wegen der Trennungssache abgesprochen war, dass die mit Papa laufen wird. Irgendwie zerplatzt da gerade - vor allem was die Geburt (inklusive der letzten Wochen vorher und der ersten Zeit danach) so ein Traum von mir. Ich hatte davon so ganz andere Vorstellungen. Aber... Mal sehen...
Ich werde alleine entbinden. Eventuell schafft es eine Freundin rechtzeitig zu kommen, aber die hat eine Fahrtzeit von 2-3 Stunden. Ich kann dich dennoch verstehen, du hattest ein klares Bild, wie es ablaufen würde - zumindest die äußeren Umstände - und jetzt stehst du gefühlt alleine da. Aber dein Kind ist bei dir und ihr zusammen schafft das schon. Hör auf deinen Körper und verlass dich ganz auf dich. ... und dann ist ja die Hebamme auch noch da.
Ja genau. Das Entbinden alleine, das wird schon werden. Wie gesagt, ich kenne ja die Situation schon, auch wenn jede Geburt anders ist. Es ist wirklich mehr das Drumherum, das mich traurig macht. Alleine in den letzten Wochen, die ich mit Mann und Sohn nochmal genießen wollte, die erste Zeit zu Viert usw. Bringt einem ja alles niemand wieder. Aber offenbar sind es nur meine Träume bzw sie haben für ihn gerade an Bedeutung verloren. Macht mich nachdenklich und traurig.
Ja, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich würde mich an deiner Stelle mit ihm noch einmal zusammensetzten. Ihm das ganz klar sagen, ohne Vorwurf oder Schuldgefühl und Tränen und ihn auch bitten, dass er vielleicht seine Gefühle zu dem Thema einmal klar äußert, auch warum ihm das mit der Arbeit so wichtig ist. Ich kenne weder deine noch seine Vorgeschichte. Und vielleicht findet ihr ja einen Weg die erst Zeit doch irgendwie zu teilen. Videotagebuch oder so etwas. Im Gegenzug muss er das dann auch machen, oder jeden Sonntag für euch Kochen. Ich drück die Daumen, dass du doch noch einen Weg findest wieder glücklicher nach vorne zu schauen.
Hi, also ich werde auch ohne Partner entbinden, so oder so. Geplant war, dass er draußen wartet, oder reinkommt und wenn einer von uns beiden das nicht mehr will, raus geht. Bei mir ist es das erste Kind, ich weiß noch gar nicht, was auf mich zukommt. Seit zwei Wochen hat er den Kontakt abgebrochen, also weiß ich nicht, wie es überhaupt weitergehen soll. Heute kam auch nur ein alles gute zum Geburtstag - per Nachricht. Naja, ich stell mich auf alleine ein. Die Hebamme ist ja auch noch da und betreut mich. Darauf baue ich gerade. Frag doch mal im KH nach. Ich meine, du bist ja sicher nicht die erste, die mit kleinem Kind alleine entbindet. Gründe warum der werdende Vater nicht dabei sein kann gibt es ja viele... Gibt es keinen aus der Krabbelgruppe oder so, wo er gerne ist, die jetzt mal einspringen könnten? Und das wichtigste: tief durchatmen! Du schaffst das schon!!!
Also ich werde auch ohne mein Freund entbinden der ist zwar nicht geschäftlich unterwegs aber der hat auch so wie deiner ein neuen jobangebot bekommen und da er erst in August anfängt und unser Kind am 24.08 zu Welt kommt kannst u dir ja vorstellen das er sich da nicht einfach freie nehmen macht doch ein schlechten Eindruck. Ich glaub wenn ich du wäre wurde ich erst mal schauen das dein Sohn versorgt ist. Und da du schon ein Geburt hinter dir hattest it es auch nicht so schlimm wenn man niemand hat. Falls du eine Hebamme hast kannst du die ja fragen ob sie ich begleiten will. Lg Diana