Ist Akupunktur in der Schwangerschaft hilfreich?

Akupunktur

© fotolia, Yuri Arcurs

Geburtsvorbereitende Akupunktur wird in Deutschland immer beliebter: Bei Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, setzt zum Beispiel bereits jede Dritte darauf.

Akupunktur ist eine Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In der Schwangerschaft gezielt eingesetzt, regt Akupunktur den gesamten Organismus an und hilft, den Muttermund weicher zu machen. Dadurch öffnet er sich unter dem Einfluss der Wehen schneller. Eine Studie der Frauenklinik Mannheim hat gezeigt, dass Akupunktur die Eröffnungsphase um durchschnittlich zwei Stunden verkürzt. Auch unter der Geburt kann die Akupunktur helfen, Schmerzen zu lindern. Das hilft der Frau, sich zu entspannen, was wiederum den Fortgang der Geburt positiv beeinflusst.

Akupunktur - auch bei Schwangerschaftsbeschwerden hilfreich

Aber auch bei Schwangerschaftsbeschwerden wird die Akupunktur gerne eingesetzt. Große Erfolge sehen viele Hebammen zum Beispiel bei Übelkeit, gerade in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Hilfreich kann eine Akupunkturbehandlung auch bei schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen sein oder bei seelischen Belastungen.

Üblicherweise beginnt eine Akupunkturbehandlung zur Geburtserleichterung ab der 37. Schwangerschaftswoche. Eine Sitzung dauert rund 20 Minuten, meistens erfolgen vier bis sechs Behandlungsdurchgänge. Viele Hebammen bieten Akupunktur für werdende Mütter an - in ihren Praxen oder in Krankenhäusern. Voraussetzung ist, dass die Hebamme eine entsprechende Zusatzausbildung gemacht hat und über den ganzheitlichen Ansatz der Akupunkturbehandlung Bescheid weiß.

Kosten werden nicht immer übernommen

Leider übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten einer Akupunktur in der Schwangerschaft normalerweise nicht. Es sei denn, Sie haben solche alternativen Behandlungen durch eine entsprechende Wahlleistung extra abgesichert. Sonst müssen Sie selbst bezahlen. Falls Sie privat versichert sind, fragen Sie einfach mal bei Ihrer Kasse nach, ob sie die Kosten übernimmt.

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