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Verstopfung - wenn das große Geschäft mühsam ist

Verstopfung - wenn das große Geschäft mühsam ist

Dass Babys einen roten Kopf bekommen, wenn sie die Windel voll machen, ist normal, solange das Produkt dieser Mühen nicht zu fest ist.

Anders sieht es aus, wenn Ihr Kind sich sehr anstrengt und das Ergebnis aus hartem, vielleicht fast bröseligem Stuhl besteht. An 2 bis höchstens 3 Tagen keinen Stuhlgang bedeutet, dass ihr Kind Verstopfung hat. Für Babys und Kleinkinder ist das ebenso unangenehm, wie für Erwachsene.

Übrigens: Voll gestillte Säuglinge bilden eine Ausnahme. Da kann es auch mal vorkommen, dass es gut eine Woche lang nur nasse Windeln gibt. Aber auch sonst sind Kinder unterschiedlich. Falls Ihr Kind nur alle paar Tage oder unregelmäßig Stuhlgang hat, muss das allein noch nicht heißen, dass es auch Verstopfung hat.

So helfen Sie Ihrem Kind

Es ist wichtig, dass Ihr Kind genug trinkt, denn das hilft, den Darminhalt locker zu halten. Bei einer Verstopfung können zudem Präparate hilfreich sein, die den Stuhl auf sanfte Weise auflockern und so die Darmentleerung fördern. Lassen Sie sich ggf. in der Apotheke dazu beraten. Gängige Abführmittel eignen sich übrigens auf keinen Fall für Ihr Kind! Bei hartnäckiger Verstopfung kann es im Einzelfall sinnvoll sein, den festen Stuhl durch einen Einlauf zu lösen. Kleine, für Babys geeignete Klistiere (eine Art fester Gummiballon mit verlängerter Öffnung) gibt es in der Apotheke. Am besten klären Sie mit Ihrem Kinderarzt, ob ein Einlauf sinnvoll ist.

Tipp: Der harte, trocken Stuhl kann kleine Verletzungen am After verursachen. Dann ist es hilfreich, nach der Reinigung des Windelbereichs eine Wundschutzcreme aufzutupfen. Das lindert Schmerzen und fördert die Heilung von Hautrissen.

So können Sie einer Verstopfung vorbeugen

Dabei spielt ausreichend Flüssigkeit eine wesentliche Rolle. Vor allem Kinder, die das Fläschchen bekommen oder bereits auf Brei bzw. feste Nahrung umgestiegen sind, haben eher mal Verstopfung.

  • Bei Fläschchennahrung ist es wichtig, die Dosierungsangaben genau einzuhalten. Stimmt die Mischung nicht, kann das Beschwerden verursachen.
  • Sobald Ihr Kind auf festere Nahrung umsteigt, benötigt es zusätzlich etwas zu trinken, Am besten geben Sie ihm zu jeder Breimahlzeit etwas Wasser oder Tee.
  • An heißen Tagen brauchen Kinder viel zu trinken. Falls Sie stillen, legen Sie Ihr Baby einfach öfter an oder bieten Sie ihm zusätzlich abgekochtes Wasser an. In allen anderen Fällen ist es wichtig, dass Ihr Kind auch zwischen den gewohnten Milchmahlzeiten oder Breimahlzeiten zusätzlich etwas trinkt. Bieten Sie ihm ruhig zwischendurch immer wieder einmal etwas an.
  • Sobald Ihr Kind am Familientisch mit isst, braucht es ausreichend Ballaststoffe, die seine Verdauung unterstützen. Also zum Beispiel Obst und Gemüse, auch mal Vollkorn. Zu viel Süßes bremst die Verdauung eher. Hier finden Sie den empfohlenen Ernährungsplan fürs erste Lebensjahr.
  • Im Einzelfall kommt es vor, dass ein Kind eine Milchnahrung oder bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt. Lang anhaltende oder wiederkehrenden Beschwerden können ihre Ursache in einer solchen Nahrungsmittelunverträglichkeit haben.

Hält die Verstopfung an oder tritt sie immer wieder auf, ist es sinnvoll, sich ärztlichen Rat zu holen.

 

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   

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