Silke Westerhausen

Geburtseinleitung nach langer Einnahme von wehenhemmenden Mitteln

Antwort von Silke Westerhausen

Frage:

Hallo Herr Dr. Kniesburges
aufgrund einer plötzlichen starken Gebärmutterhalsverkürzung auf 2,5 cm, musste ich in den SSW 31-35 jeweils 3 Mal pro Tag Famenita 200 mg sowie 2 Mal pro Tag Magnesium einnehmen und mich köperlich schonen. D.h. ich bin nur gelegen.

Nun bin ich in der 36.SSW, meine Ärztin hat Urlaub und ich soll mich bei einer Vertretung melden. Dennoch wollte ich gerne Ihren Rat hören, da ich sehr viel von Ihren Tipps halte.

1) Wie würden Sie das "Ausschleichen" von Progesteron und Magnesium gestalten?
Wäre z.B. folgendes Vorgehen sinnvoll?:
SSW 36: nur noch 2 x Famenita und 1x Magnesium
SSW37: kein Magnesium mehr und nur noch 1x Famenita
SSW38: garnichts mehr einnehmen
Was halten Sie davon?

2) Ich habe etwas Sorge dass sich mein Körper stark an die wehenhemmende Wirkung von Famenita und Progesteron gewöhnt hat und dass ich gegen Ende der SSW eventuell keine Wehen bekomme.
Habe daher an Himbeerblättertee und weniger Zucker gedacht. Ausserdem habe ich an Bewegung ab SSW 38 gedacht (Spazieren oder Yoga).Geschlechtsverkehr soll wohl auch helfen. Mein Mann findet das aber kurz vor der Geburt unheimlich. Ich muss mich überwinden diese Frage zu stellen, aber meinen Sie, dass auch ein Vibrator Wehen auslösen könnte? Wenn ich einen z.B. gegen SSW 39/40 hernehmen würde?
Welche Methoden würden Sie prinzipiell zur Wehenförderung empfehlen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe im Vorab und schöne Grüße

von blume2508, 36. SSW   am 17.08.2020, 18:52 Uhr

 

Antwort auf:

Geburtseinleitung nach langer Einnahme von wehenhemmenden Mitteln

Hallo,

Zu Ihren Fragen:

1. Die Ausschleichung bzw die Dosierung Ihrer Medikation kann nicht aus der Ferne geschehen - dies sollten Sie mit den behandelnden Ärzten vor Ort klären.

2. Bewegung ist in Ihrem Fall sehr wichtig,da nur "Liegen" in der Schwangerschaft nicht mehr geraten wird,sondern "Schonen" - Ihr Körper muss kreislaufmäßig jetzt in Schwung kommen;Spaziergänge in der Natur,Schwimmen etc wird Ihnen gut tun.

Und ja,es ist richtig:Kinder ,die stark gebremst werden um auf die Welt zu kommen neigen dazu nach dem ET geboren zu werden.

Allerdings haben Sie noch sehr viel Zeit und solange eine Frühgeburtlichkeit vorhanden ist beschäftigen Sie sich nicht mit einleitenden Maßnahmen ,sondern genießen besser Ihre Schwangerschaft.

Nach dem ET können Sie ,in Absprache mit Ihrer Hebamme zB homöopathische Medikamente einnehmen ,sich akupunktieren lassen etc.. ;Sex kann die Geburtswehen einsetzen lassen,da im Sperma Prostaglandine enthalten sind ,allerdings nur,wenn das Kind bereit ist geboren werden zu wollen.

Ihren Mann können Sie diesebezüglich beruhigen.

Herzliche Grüße
Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 18.08.2020

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