Dr. med. Stefan Kniesburges

2. natürliche Geburt obwohl es bei der 1. Geburt zur Schulterdystokie kam?

Antwort von Dr. med. Stefan Kniesburges

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr. Kniesburges,

unser Sohn ist nun 17 Monate alt. Er kam spontan am ET nach Blasensprung zur Welt. Er hatte sich zuvor nicht gesenkt. Nachdem der Kopf geboren war, steckten die Schultern im Becken fest. Die Hebamme und die Ärztin wendeten das McRoberts-Manöver an und er konnte geboren werden. Es ging alles gut und er ist wohlauf, musste danach auch nicht besonders versorgt werden. Er wog 3970 g, war 54 cm groß und hatte einen Kopfumfang von 36,5 cm. Ich war weder übergewichtig noch litt ich an Schwangerschaftsdiabetes.
Nun bin ich wieder schwanger. Aktuell erst in der 7. Woche. Die Hebamme im Kreißsaal meinte damals, dass das zweite Kind immer schwerer wird und ich bei meinem Becken aufpassen müsste, wie groß das Kind wird (wegen einer natürlichen Geburt).
Ich bin nun verunsichert. Sollte die Größe zum Ende hin nochmal genau ausgemessen werden? Besteht wieder die Gefahr einer Schulterdystokie? Und wenn das Kind dann wieder groß wäre, wäre es angezeigt einen Kaiserschnitt zu machen?
Vielen Dank.

von BeccaB91 am 17.09.2020, 10:09 Uhr

 

Antwort auf:

2. natürliche Geburt obwohl es bei der 1. Geburt zur Schulterdystokie kam?

Hallo,
sollte das Kind wieder so groß werden, besteht tatsächlich ein erhöhtes Wiederholungsrisiko für eine Schulterdystokie in Höhe von ca 10%. Sie sollten sich ca 4 Wochen vor dem errechneten Termin in Ihrer Geburtsklinik vorstellen, um den Geburtsmodus zu besprechen.

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 17.09.2020

Antwort auf:

2. natürliche Geburt obwohl es bei der 1. Geburt zur Schulterdystokie kam?

Meine Erfahrung, weil ,das gleiche.

ich wurde engmaschig kontrolliert. Von Anfang an war besonders die Gewichtsentwicklung etwas was der FA, der Feindiagnostiker und das KH im Blick hatten. Anfangs sah es auch so aus als wenn Nr 2 zwar schwer werden würde, im Vergleich zum Durchschnittsbaby, aber kein besonders schwerer. Dann lag er irgendwann in BEL, mit Tendenz Querlage. Auch da sahen KH, Ärzte und Hebamme es noch entspannt. In der 37ten SSW war dann eigentlich eine äußere Wendung angeplant, welche sich erübrigte da der Kleine sich in SL drehte. Dann kam der ET, aber immer noch saß er nicht im Becken. Einleitung war dann für 8 Tage nach ET im Gespräch, auch weil Gewicht da noch OK. Es kam der Tag vor der geplanten Einleitung, es wehte, aber wirklich weiter ging es nicht. Im KH wurde noch mal geprüft und dann Alarm geschlagen. Weil da dann, in wenigen Tagen, das Gewicht wohl explodiert war. es war klar, er wird die 4500g Marke sicher knacken. Auch Größe war im obersten Bereich, KU ebenso und kein eintritt des Kopfes in das tiefere Becken, er lag einfach oben drauf. Also empfahl man mir den KS. Was genau richtig war. Für mich selbst war da aber maßgeblich das der Kopf, im Gegensatz zum ersten Kind, nie wirklich tief gerutscht war. Perfekt war es auch so vom Zeitraum weil die FB dann im OP-Raum platze und man mit unter mörder Wehen die Spinale gesetzt hat. Besser hätte es also auch von dem Timing her nicht laufen können.

Mein Rat, halte dir die Optionen offen, bleibe im engen Gespräch mit dem KH-Team und der Hebamme und vor allen, bleibe flexibel. Bei uns wurde es dann halt anstelle der ambulanten KH-Geburt ein KS, aber das ist dann halt so.

Becken hat bei mir übrigens niemand vermessen, das Verhältnis Bauchumfang und Kopfumfang ist das weit aus wichtigere.

von Felica am 18.09.2020

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