Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie

Professor Dr. med. Dietrich Abeck absolvierte seine dermatologisch-allergologische Facharztausbildungen an den Universitätskliniken in München unter Herrn Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Otto Braun-Falco und in Hamburg unter Herrn Professor Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring. Zuletzt war er als Leitender Oberarzt an der Dermatologischen Klinik der Technischen Universität München tätig und ist seit 2004 in eigener Praxis in München niedergelassen. Sein klinischer Arbeitsschwerpunkt in den letzten Jahren galt der Verbesserung von Diagnostik und Therapie kindlicher Hauterkrankungen. Herr Abeck ist Mitautor zahlreicher Veröffentlichungen zu diesem Thema und Herausgeber wichtiger praxisrelevanter Bücher im Bereich der Kinderdermatologie.

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Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Ausschlag im Gesicht

Antwort von Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Frage:

Guten Tag,
sie haben mir bezüglich dem Ausschlag meiner Tochter(14 Monate) im Gesicht schon einen Rat gegeben. Vielen Dank, ich bin dann daraufhin zum Hautarzt. Dieser hat festgestellt, das es sich nicht um einen Pilz sondern eher um Bakterien handelt. Es wurde mir eine zusammengemischte Creme verschrieben (Clotrimazolum1,0g,Jodochloroxychinolinum 0,125g,Pasta zinci mollis10 g und Unguentum Molle ad 50 g). Diese hat nun den Ausschlag verbessert, jedoch ist er noch da. Der Arzt meinte, wenn es nicht weg geht, sollen wir eine Cortisonsalbe verwenden. Jedoch möchte ich das nicht.
Ich finde der Ausschlag sieht aus wie eine periorale Dermatitis. Kleine rote Pickelchen um den Mund und unter der Nase, vereinzelt auch am Augenlid. Ich hatte diese auch schon zweimal und das sah wirklich genauso aus. Eine Diagnose haben wir vom Hautarzt nicht bekommen, nur das es sich wohl um Bakterien handelt, die sich ansiedeln, da der Haut die nötige Schutzfunktion (Fett,Feuchtigkeit) fehlt und er deswegen auch eine Veranlagung zu Neurodermitis vermutet. Jucken tut der Ausschlag nicht, da sie sich nicht kratzt. Bei der Perioralen Dermatits soll man ja auch keinesfalls Cortison verwenden. Ich bin mir gar nicht mehr sicher was ich nun tun soll. Wie lange kann ich denn die momentan verwendete Salbe benutzen? Auch länger? Oder wäre auch ein völliges Weglassen sinnvoll und abwarten bis sich die Haut alleine erholt? Gecremt habe ich ihr Gesicht zuvor allerdings nie. Die Haut wurde nur mit Wasser abgewaschen, sonst nichts. Eine Überpflegung kommt somit nicht in Frage. Jedoch kam der Ausschlag direkt nach einem Schnupfen, hat unter der Nase begonnen und sich dann um den Mund ausgeweitet.
Was würden Sie mir raten?

Liebe Grüße
Anika

von Anika123 am 01.10.2010, 10:57 Uhr

 

Antwort auf:

Ausschlag im Gesicht

Ihr Kind hat eine periorale Dermatitis, die auch im Kindesalter nicht selten ist; die NULL-THERAPIE empfehle ich nicht! Therapie der Wahl ist topisches Metronidazol (verschreibungspflichtig), wobei ich die
Rz.: Metronidazol 1% in Unguentum emulsificans aquosum
1xtgl. abds. favourisiere!
Bitte auf keinen Fall Kortison ins Gesicht!!!

von Prof. Dr. med. Dietrich Abeck am 02.10.2010

Antwort auf:

Ausschlag im Gesicht

nochmals vielen Dank, sie helfen mir wirklich weiter. Wünsche mir, dass der Ausschlag nun endlich mal besser wird und die Arztrennerei ein Ende hat. Ich habe von mir noch eine zusammengestellte Creme daheim (Erythromycin 0,48 mit Linola Creme ad 48,0). Ist noch haltbar. Könnte ich diese auch für meine Tochter verwenden? Oder lieber nochmals zu einem Hautarzt, damit ich eine Creme mit Metronidazol bekomme?
Können Sie mir bitte noch sagen, wie ich die Periorale Derm. vorbeugen könnte oder geht das nicht? Pflegeprodukte haben wir bisher nicht verwendet. Besteht eigentlich ein Zusammenhang mit Neurodermitis?

Vielen Dank und liebe Grüsse

von Anika123 am 03.10.2010

Antwort auf:

Ausschlag im Gesicht

die Erythromycin-halt. Zubereitung ist eine Alternative;

Kinder mit Neurodermitis haben häufiger eine periorale Dermatitis;


präventiv:
keine zu okklusiven Externa anwenden!

von Prof. Dr. med. Dietrich Abeck am 05.10.2010

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