Pathologisches CTG und Werte nach der Geburt

Dr. med. Stefan Kniesburges Frage an Dr. med. Stefan Kniesburges Chefarzt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Frage: Pathologisches CTG und Werte nach der Geburt

Liebes Expertenteam, ich erhoffe mir Antworten auf Fragen welche sich nach der Geburt meiner Tochter stellen. Leider sind mir diese im Krankenhaus selbst vor lauter Euphorie nicht in den Sinn gekommen. Wir sind ins Krankenhaus bei einem Wehenabstand von 4 Minuten. Meine Frau bekam aufgrund starker Schmerzen eine PDA. Zu diesem Zeitpunkt kamen die Wehen wieder in länger. Daraufhin wurde sie an einem Wehentropf gehängt. Nach einiger Zeit kam die Hebamme wieder in den Kreissaal und stellte fest, dass die Herztöne schlechter wurden. Sie stellte den Wehentropf niedriger und die Assistenzärztin kam dazu. Im Augenwinkel konnte ich den Monitor sehen, wenn ich mich nicht irre waren die Pulswerte zeitweise runter auf 70. Beide waren dann äußerst erpicht darauf, dass das Kind nun schnell zur Welt kommen müssen. Meine Frau gab alles, aber es ging nicht voran. Der Oberarzt kam dazu und half mit der Kiwi nach. Innerhalb weniger Wehen war die Kleine dann auf der Welt. Im Entlassbericht meiner Frau lese ich nun den Begriff "pathologisches CTG". Wenn mich nicht alles täuscht weißt dies auf eine Notsituation hin. Dementgegen stehen die Geburtswerte meiner Tochter. Wenn ich mich nicht irre, dann können diese sich durchaus sehen lassen (Entnommen aus dem U-Heft: Apgar: 9/10/10 Naph: 7,33 BE: -3,0 Wie lassen sich diese Werte mit einer Notsituation in Einklang bringen? Sind Folgeschäden auf Basis der Werte trotz pathologischem CTG eher ausgeschlossen? Für Ihre Antworten bedanke ich mich herzlichst im Voraus.

von pixelloop am 30.01.2018, 08:47



Antwort auf:

Re: Pathologisches CTG und Werte nach der Geburt

Hallo, offenbar zeigte das CTG ein auffälliges Herzfrequenzmuster. Das kann, muss aber nicht bedeuten, dass das Kind unter Stress ist. Das CTG zeigt leider sehr oft auffällige Muster ohne, dass wirklich eine Notsituation vorliegt. Trotzdem muss der Geburtshelfer handeln. Das hat er in Form der KiWi getan. Die Werte des Kindes waren völlig in Ordnung. Das heißt entweder hat trotz auffälligem CTG keine Notsituation für das Kind bestanden oder das Eingreifen des Geburtshelfers erfolgte so rechtzeitig, dass sich keine Notsituation beim Kind ausbilden konnte.

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 30.01.2018


Antwort auf:

Re: Pathologisches CTG und Werte nach der Geburt

Hallo Herr Dr. Kniesburges, vielen Dank für Ihre Antwort. Es beruhigt mich zu wissen, dass offenbar wirklich keine konsequenzträchtige Notsituation vorlag / keine Sauerstoffunterversorgung. Vielen Dank :)

von pixelloop am 30.01.2018, 10:01


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