Harnwege Entbindung (tut mir leid etwas länger, aber wichtig!)

 Silke Westerhausen Frage an Silke Westerhausen Hebamme der Frauenklinik St. Anna in Herne

Frage: Harnwege Entbindung (tut mir leid etwas länger, aber wichtig!)

Hallo, ich habe eine Frage, die mich seit einigen Tagen belastet. Ich hatte schon viele Harnwegsinfektionen, aber auch Pilzinfektionen in meinem Leben. Außerdem reagiere ich auf einige Stoffe (Unterwäsche, Latext etc.) allergisch om Intimbereich und habe auch lange mit einer Reizblase zu kämpfen gehabt. Auch, wenn ich etwas zu zuckerhaltiges oder säurehaltiges esse, brennt es mich im Intimbereich (war damir schon bei fast jedem arzt, habe so gut wie jeden test gemacht und so gut wie jede creme, zäpfchen, lotion, nahrungsergänzungsmittel, medis, sitzbäder, verzicht auf übertrieben hygiene, energetische therapie, aromatherapie, darmaufbau etc versucht). Wenn ich das habe, findet niemand eine Ursache. Auch bei starkem Stress habe ich immer ein Intimbrennen, das hatte ich schon als kleines Kind. Heißt daher: alle Einflüsse oder bei Veränderungen reagiere ich "unten rum" extrem sensibel.  Das Problem: ich konnte es noch nie unterscheiden, ob ich denn jetzt eine Harnwegsinfektion, eine Pilzinfektion, einen allergischen Anfall oder das stresbedingte Brennen ohne Befunde habe. Es fühlt sich alles gleich an und ja, auch Pilzinfektionen haben bei mir noch nie Juckreiz, sondern immer nur extremes Brennen und Harndrang ausgelöst (es ist sicher, dass es sich um einen Pilz handelt, es wurde damals auch eine Kultur angelegt). Auch auf Medikamente und Sachen, die die Schleimhäute austrocknen, reagiere ich dort unten sehr sensibel, vielleicht ist es auch tatsächlich etwas psychisch bedingt, denn mein Fokus liegt sehr stark darauf und da ich schon so viel Beschäftigung mir der Thematik hatte, bin ich da total sensibilisiert, panisch, hysterisch und ängstlich. Nun stellt eine Geburt ja eine totale Belastung für genau diese Zone dar. Es treten eventuell Geburtsverletzungen auf, die brennen können, alles wird gedehnt, überreizt und beansprucht, was genau wieder zu diesen Symptomen führen kann. Selbst wenn es zu einem Kaiserschnitt kommt, werden Medikamente eingesetzt, die sich wieder auf meine Schleimhäute auswirken können, oft verliert man während der Geburt Kot und dann kommen Keime ins Spiel, man bekommt eventuell Antibiotikum (Kaiserschnitt, extreme Verletzungen, Wunden), was zu einem Pilzbefall führen könnte oder einem wird ein Katheter gesetzt (Kaiserschnitt, pda etc), was widerum eine Blasenentzündung auslösen kann - was durch Hormonumstellungen ect ja eh schneller sein kann.  Nun ist meine Frage: ich kann mein alltägliches Brennen (allergische, stressbedingte, schleimhautreizende Ursachen, Medikamente, Reibung, falsches Essen, falsche Unterwäsche) ja nicht von einem Harnwegsinfekt unterscheiden. Ich saß schon so oft beim Arzt, weil ich hätte schwören können, eine hochgradige Blasenentzündung zu haben und dann war der Urin vollkommen in Ordnung und die Kultur auch.  Wie soll ich also nach der Geburt merken, ob ich eine Blasenentzündung habe? Durch Blutungen, Geburtsverletzungen, Wochenfluss etc sind ja wahrscheinlich in einer Urinprobe immer ein paar Leukos bzw Erys oder? Kann man dann direkt nach dem Duschen eine Probe auffangen und es dann genauer sagen? Oder kann man trotz Aufluss und Wochenfluss eine Harnwegsinfektion ausschließen? Ich möchte keinesfalls einfach prophylaktisch oder zur sicherheit ein antibiotikum nach der geburt nehmen, nur, weil ich das Brennen nicht genau definieren kann.  Erstens macht es den Darm total kaputt, ich bin eh gefährdet, weil ich auf eins mal eine Darmentzündung mit erhöhten Bauchspeicheldrüsenwerten hatte, zweitens könnte es mein Brennen wieder verschlimmern, wenn es keine wäre und drittens möchte ichbja auch nicht unnötig resistente Keime züchten, da ich wehen einem IgG Mangel in der Kindheit und Jugend schon wahnsinnig viele Antibiotika nehmen musste. Außerdem möchte ich auch stillen (ich weiß, man nann ekniges trotzdem nehmen, aber was nicht sein muss, muss nicht sein).  Daher meine Frage: wie würden Sie mit meiner Situation umgehen? Der Gedanke, wenn es mich brennr, ob ich nun eine Blasenentzündung habe oder nicht, lässt sich ja nur durch eine Diagnose klären. Kann man diese trotz Wochenfluss und Blutunhen sicher stellen? Oder was würde  Sie tun?   Vielen Dank für Ihre Hilfe, bitte lachen Sie mich für diese komische Frage nicht aus und halten Sie mich nicht für total irre, aber für mich stellt das wirklich eine große Sorge dar. Vielen Dank! 

von ichhabdamalnefrage23 am 27.12.2021, 00:33



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Harnwege Entbindung (tut mir leid etwas länger, aber wichtig!)

Hallo,   Zu Ihrer Frage:   Ein Harnwegsinfekt zeigt sich durch Ansteigen der Entzündungswerte im Blut;insofern ist ein HWI deutlich von einem Pilz zu unterscheiden,der oftmals Jucken,krümmeligen Fluor etc bietet. Insofern  können  Pilz und Bakterien auch nach der Geburt deutlich unterschieden werden.   Viele Grüße Silke Westerhausen  

von Silke Westerhausen am 27.12.2021


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Harnwege Entbindung (tut mir leid etwas länger, aber wichtig!)

Ich dachte auch nach beiden Geburten eine Blasenentzündung zu haben.  Bei der ersten Geburt wurde eine Probe Urin beim Hausarzt untersucht. Bei der zweiten Geburt musste ich länger im KH bleiben. Zwei mal wurde auch da eine Probe im KH ins Labor geschickt. Beide Male ohne Befund.    Das kann man sehen, denn eine Blasenentzündung geht ja in der Regel -wie du schon sagst- mit Keimen und Bakterien einher. Und ob da jetzt Wochenfluss mit im Urin schwimmt, ändert dieses Ergebnis nicht.    Weil der gefühlte Druck auf die Blase einigen Wochen ind Monaten nicht nachließ, war ich zb bei einer Urologin. Die machte vorsichtshalber sogar eine Blasenspiegelung, vermutete aber eher Druck der KS Narben auf die Blase, sagte daa ließe meist nach 6 Monaten nach weil und die Narben weicher werden. Und so war es dann auch tatsächlich. 

von Cuci am 27.12.2021, 09:40


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