Frauenärztin in Frage stellen?

 Silke Westerhausen Frage an Silke Westerhausen Hebamme der Frauenklinik St. Anna in Herne

Frage: Frauenärztin in Frage stellen?

Eigentlich ist das ganze ja bereits Vergangenheit, da meine Tochter nun bereits 9 Monate ist und ich meine Frauenärztin bereits nach Entlassung aus Krakenhaus umgehend gewechselt habe. Trotzdem lässt mir das nicht so richtig Ruhe. Ich hatte bereits 2007 einen Kaiserschnitt in der 34+6 SSW, da mein Sohn einen Wachstumsstillstand hatte. Nun bin ich 2009 wieder schwanger geworden, da wir in der Zeit aber umgezogen waren, wechselten wir auch FA. So ab der 33. SSW berichtete ich meiner FÄ bei jeder Untersuchung von extrem stechenden Schmerzen an der 1. Kaiserschnittnarbe, diese meinte das wäre alles normal, kein Grund zur Sorge, die hab ich mir dann auch nicht gemacht. In der 35. SSW wurde ich dann von ihr ins KH überwiesen, da auch meine Tochter nicht mehr zu wachsen schien. Dort wurde dies 1 Woche beobachtet und bestätigt und man wollte die Geburt mit Gel-legen einleiten. Ich bekam dann darunter auch wie erwünscht Wehen und wieder extreme Schmerzen am alten Kaiserschnitt, erwähnte dies dort aber nicht, da ich ja noch davon ausging das wäre normal. nach 3 Tagen wurde 1 Tag pause gemacht, und als ich dann das Gel nach dem Tag pause bekam, wiurden die Schmerzen richtig heftig, das ich sie doch der Hebamme mitteilte. Die rief sofort die Ärztin und die untersuchte umgehend das Narbengewebe, laut Hebamme war dies nämlich nicht normal! Dabei stellte sich dann heraus, das das Narbengewebe extrem dünn wäre und sie nun sofort Kaiserschnitt machen werden, da dies sonst aufreißen könnte unter normaler Geburt. Während dem Kaiserschnitt hörte ich dann die Ärzte reden, das dies mit 80 %iger wahrscheinlichkeit unter normalen Wehen gerissen wäre. Hätte ich da nun meiner FÄ weiter vertraut und sie hätten mir im KH normal das Wehengel weitergelegt, hätte das doch Lebensgefährlich für meine Tochter sein können? Ich hab daraufhin nun zwar die FÄ gewechselt, aber auch zum neuen ist Vertrauen damit ziemlich hin. Mir wäre wichtig zu klären, wäre das Vertrauen auf normale Schmerzen für mich oder meine Tochter Lebensgefährlich gewesen, wenn Gewebe gerissen wäre? Und wenn ich einer FÄ davon erzähle müsste die nicht zumindest wie im KH per US das Narbengewebe untersuchen? Und wie kann ich jetzt Vertrauen zum neuen FA besser aufbauen?

Mitglied inaktiv - 10.01.2011, 19:55



Antwort auf:

Re: Frauenärztin in Frage stellen?

Hallo, 1. Die drohende narbenruptur entstand ja unter den Einleitungswehen - diese Schmerzen hatten nichts mit denen in Ihrer Schwangerschaft zu tun. Die Narbe kann unter Anspannung reißen aber eher nicht ohne jegliche Belastung. Ihre FÄ hätte bei Schmerzen unter Wehen sicherlich nicht nochmal Gel gelegt,denn dies macht den Unterschied zu Schmerzen außerhalb von Wehentätigkeit. 2. Sie sprechen von Hypothesen "wäre der Riss lebensgefährlich gewesen.."Ja,wäre er aber auch dann kann man mit einer derartigen Situation in der Klinik umgehen. es kam aber nicht zum Riss und insofern können Sie durchaus Vertrauen in Ihren FA haben. 3. Man kann das die Dicke des Narbengewebes per US feststellen,doch diese Messungen sind sehr ungenau. Da die Ruprurrate sehr gering ist wird darauf verzichtet,da die Messung in der Schwangerschaft keine Konsequenz hat.Im KH wurde erst aufgrund von Symptomen reagiert,was absolut richtig war. 4. Sie können sich nicht gegen alles versichern - ein gewisses Grundvertrauen gehört im Leben dazu - zum Piloten, zum Busfahrer,zur Hebamme,zur FÄ/FA ,zum geburtshilflichen Team etc. - es ist entweder da oder nicht. Eventuell können Sie im Gespräch mit Ihrem FA Ängste,Sorgen,etc. versuchen abzubauen... Grüße Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 11.01.2011


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