B-Streptokokken: Kaiserschnitt sicherer als natürliche Geburt?

Dr. med. Stefan Kniesburges Frage an Dr. med. Stefan Kniesburges Chefarzt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Frage: B-Streptokokken: Kaiserschnitt sicherer als natürliche Geburt?

Liebe Experten, ich bin nun Ende 38. SSW und habe gestern erfahren, dass der B-Streptokokken-Abstrich bei mir positiv war. Nun mache ich mir wahnsinnige Sorgen, da ich gelesen habe, dass trotz Antibiotika-Gabe eine Übertragung aufs Kind während der Geburt möglich ist und manchmal sogar tödlich enden kann. Bisher war ich sehr entspannt was Schwangerschaft und Geburt angeht, die Schwangerschaft ist wirklich sehr schön verlaufen und ich habe mich gefreut, mein Kind auf natürlichem Wege zur Welt zu bringen. Seit gestern frage ich mich nun aber, ob ein Kaiserschnitt hier die sicherere Variante wäre, da die Übertragung ja anscheinend nur stattfinden kann wenn das Kind durch den Geburtskanal geht (was beim Kaiserschnitt dann ja nicht der Fall wäre?). Könnte man eine Ansteckung durch einen Kaiserschnitt vermeiden und wenn ja - wäre das dann die „bessere“ Geburts-Variante und könnte man sich Ende der 38. SSW überhaupt noch für einen „Wunschkaiserschnitt“ entscheiden? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort und viele Grüße grisi

von grisi19 am 06.07.2019, 07:38



Antwort auf:

Re: B-Streptokokken: Kaiserschnitt sicherer als natürliche Geburt?

Hallo, Durch eine Antibiotikagabe während der Geburt lässt sich eine kindliche Infektion zu 99% vermeiden. Ein Kaiserschnitt wäre unverhältnismäßig und ist nicht notwendig.

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 06.07.2019


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