Rosenstock
Wenn meine Kleine soweit ist für den Familientisch werden wir diesen als Komplettfamilie wahrscheinlich selten hinbekommen...wenn ich wieder arbeite, ißt die Maus ja in der Kita. Ich arbeite abends lange, wenn ich heimkomme, wird sie schon im Bettchen sein oder zumindest bettfertig....also zusammen Abend essen wird dann nix. Ich habe mir halt im laufe der Zeit durch meinen Tagesrhythmus so angewöhnt, recht spät abends zu essen...für mich ist das ok, aber für ein Kind natürlich zu spät. Ich möchte mir meinen Rhythmus auch beibehalten, unter der Woche gings eh nicht anders, an freien Tagen bin ich es halt auch gewöhnta, ich würde sonst etwas aus dem Tritt kommen....ist das sehr schlimm für ein Kind? Mein Mann ißt hingegen sehr früh zu Abend, aber er würde dann eben mit ihr essen. Nur da gibt es noch ein Problem...er hat mit einer Art Essstörung zu kämpfen, kann viele Dinge nicht essen. Das, was geht, ist recht ungesund und besteht nur aus Wurst, Brot, Vanillequark und Trinkjoghurt, ab und zu chicken nuggets. Daran wird sich so schnell auch nix ändern. Ich habe Bedenken, die Kleine guckt sich das ab. Wenn sie mit mir zu Mittag ißt (an freien Tagen) bekommt sie ja von mir das gesunde Essen vorgelebt, ich koche frisch und abwechslungsreich. Aber das Essen meines Mannes sieht sie ja trotzdem...wie kann ich sie davor bewahren, sich daran zu orientieren? Dann haben sich mein Mann und ich angewöhnt, abends noch gemeinsam Kaffee zu trinken und was Süßes dazu. Ein schönes Ritual, wo wir gemeinsam noch Zeit verbringen. Es ist halt abends, nicht nachmittags, wo üblicherweise die Kaffeezeit ist. Für meinen Mann ist das dann quasi "Nachtisch" für mich eine verspätete Kaffeezeit, Abendessen gibts dann bissle später. Irgendwann kriegt Mausi das ja auch mit. Sie hat ihre Zwischenmahlzeit aber ja schon nachmittags gehabt. Darf sie trotzdem noch ein Stückchen Kuchen oder einen Keks bekommen um daran teilzuhaben? Oder sollten wir uns diese Kaffeestunde lieber abgewöhnen oder so, dass sie es nicht mitbekommt...wenn sie also schon schläft? Kurz gesagt, es läuft von den Essenszeiten und Gepflogenheiten bisschen anders als üblich bei uns...außer Frühstück und Mittag, wobei eben mein Mann was anderes zu Mittag isst, als ich koche. Eben Wurstbrot oder Bratwurst mit Brot oder Wienerle. Kann das alles meiner Kleinen sehr schaden?
Liebe Rosenstock, Kinder leben vom Nachahmen. Die Eltern sind ihr größtes Vorbild und genau das was die Eltern machen oder auch essen wollen sie natürlich auch bekommen. Zur Breizeit ist dies natürlich etwas anderes aber sobald sie selber mit circa acht Monaten besser kauen können und sie auch mehr Zähne bekommen, umso mehr möchten sie natürlich das Essen was ihre Eltern essen. Dies kann sicherlich schwierig werden, wenn dein Mann seine Ernährung hat und euer Kind etwas anderes und gesünderes auf dem Teller. In dem Alter verstehen die Kinder natürlich noch nicht, warum der Vater etwas anderes iß und sie dieses Essen nicht essen sollen. Wobei es abends kein Problem geben sollte, wenn dein Mann mit ihr Brot ist. Die Kinder sollten nur nicht als erstes Wurst auf ihr Butterbrot bekommen, sondern eher mit Butter beginnend über Frischkäse, normalen Schnittkäse und als letztes Wurst. Wurst enthält reichlich Salz und die Kindern bekommen nachts mehr Durst. Ein Kind, egal welches Alter, sollte abends keine süßen Kekse und auch keinen Kuchen mehr bekommen. Diese Dinge enthalten definitiv zu viel Zucker und macht die Kinder in der Nacht wach. Ganz abgesehen von der Bauchspeicheldrüse, die mit Zucker am Abend auf Hochtouren fährt und der Zucker sich so ins Fett Gewebe ab lagert. Auch die Zähne können nicht ordentlich genug geputzt werden, um den Zucker komplett zu entfernen. Daher würde ich euch raten euer Abendritual auf die Zeit zu verlegen wo euer Kind schon im Bett ist. Das ist dann eure Elternzeit! ;) Macht lieber nachmittags ein schönes Picknick mit Obst und zuckerfreien Keksen, die Zeit ist kindgerecht und weiß euer Kind dann sehr zu schätzen. Alles liebe! Steffi Rex
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