Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Toxoplasmose

Frage: Toxoplasmose

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Hallo Dr. Bluni, ich habe eine Frage zu o.g. Thema: mehr oder weniger durch Zufall bin ich auf die Toxoplasmose aufmerksam gewiorden. Ich habe selbst keine Katzen aber zwei meiner besten Freundinnen haben welche und ich bin dort recht häufig zu Besuch. Mein Frauenarzt hat mir zu diesem Thema garnichts gesagt (nichtmal das es das gibt) und ich weiß nun nicht was ich beachten muß. In meinem Mutterpass steht unter dem Punkt: Test auf Antikörper (ich vermute das dies der Test auf Toxoplasmose-Antikörper ist oder???) NEGATIV, d.h. ich habe noch keine Infektion durchgemacht (wenn meine Vermutung richtig ist). Ich bin in der 8. ssw. Über eine kurze Info würde ich mich sehr freuen, herzlichen Dank!


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Anina, 1.ür die nicht schwangere Frau ist die Toxoplasmose harmlos. In der Schwangerschaft kann die Toxoplasmoseinfektion unbehandelt bei etwa der Hälfte der Fälle zur Infektion des ungeborenen Kindes führen. Die Folgen können eine Fehlgeburt, Hirnschädigungen oder Missbildungen sein. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, schon vor einer Schwangerschaft und spätestens in der Frühschwangerschaft testen zu lassen, ob Immunität vorhanden ist, denn wenn diese Erkrankung schon einmal durchgemacht wurde, können Sie diese nicht mehr bekommen. Ansonsten sind hier besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und die Testung der Immunität sollte dann in jedem Fall nach 8-10 Wochen wiederholt werden, um eine zwischenzeitliche Ansteckung auszuschließen und um noch genügend Zeit für eine antibiotische Behandlung zu haben. Die bakteriellen Erreger der Toxoplasmose setzen sich zunächst im Mutterkuchen fest. Von da aus können das Gehirn und die Netzhaut des Auges befallen. Diese Organe können schwere Schäden erleiden. In der Frühschwangerschaft ist es unwahrscheinlich, dass sich das ungeborene Kind ansteckt; im Fall der Infektion wären aber Schäden zu befürchten. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto wahrscheinlicher wird eine Infektion des Kindes, aber desto weniger gefährlich sind ihre Folgen. Bei festgestellter Toxoplasmose-Infektion kann eine antibiotische Therapie durchgeführt werden, deren Erfolgsrate sehr hoch ist. Zur möglichen Therapie gibt es verschiedene Antibiotika, wobei die Kombinationstherapie die größere Erfolgsrate (ca. 70 %) hat. Für den Menschen ist ein häufiger Übertragungsweg die Aufnahme von Toxoplasmazysten durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch oder Fleischprodukten. Vor allem von infizierten Schwein (schätzungsweise 1% der Schlachtschweine) oder Schaf. Eine andere Infektionsquelle ist Katzenkot oder durch Katzenkot verunreinigte Erde/Sand. Aus diesem Grund sollten Schwangere ein Katzenklo nicht reinigen bzw. zur Gartenarbeit Handschuhe tragen. Vor allem von der Art der Herstellung hängt es ab, ob Fleisch oder Wurstwaren infektiöse Erreger der Toxoplasmose enthalten. 2. In Deutschland gibt es bisher keine Testung aller Schwangeren, da dieses in den Mutterschaftsrichtlinien nicht vorgesehen ist. Insofern wird dieses dann als Wunsch- oder Privatleistung durchgeführt. 3. bei den von Ihnen beschriebenen Antikörpern muss es sich nicht um Toxoplasmoseantikörper handeln. Um hier Missverständnis aus dem Weg zu räumen, sprechen Sie am besten mit Frauenärztin/Frauenarzt über die Bedeutung dieses Laborergebnisses und einer eventuellen Testung auf Immunität gegenüber der Toxoplasmose. VB


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toxoplasmose test hast du erst später. jetzt ist das noch zu früh. du hast die erste in der 28 ssw. LG


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