Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni Bin in der 17 ssw und habe den ganzen Tag über, stechende Schmerzen in der Scheide.Mache mir sorgen und war auch schon zur Untersuchung des- wegen.Der Ph-wert ist ok,Daran kann es nicht liegen,im Urin ist auch keine Infektion zu erkennen.Es wurde aber eine tief liegende Plazenta festgestellt können diese stechende Schmerzen vieleicht da her kommen.Finde es etwas beunruhigend,das keiner sagen kann woher es kommt.Ah hab noch was vergessen,Muttermund ist zu und cervix auf 4,4cm.Bitte um Antwort.Danke Andrea
Liebe Andrea, wir unterscheiden zwischen einer nur tief und nahe am Muttermund sitzenden Plazenta und derjenigen, die komplett über dem inneren Muttermund sitzt: Plazenta tiefsitzend: Plazentarand ist maximal 5 Zentimeter vom inneren Muttermund entfernt Plazenta praevia marginalis: Die Plazenta erreicht den inneren Muttermund Plazenta praevia partialis: Der Plazentarand überdeckt den inneren Muttermund partiell Plazenta praevia totalis: Die Plazenta liegt komplett über dem inneren Muttermund Die Unterscheidung kann im Ultraschall manchmal Schwierigkeiten bereiten. Risikofaktoren für eine Plazenta praevia sind u.a. -Erhöhtes mütterliches Alter -Vorgeschichte mit einer Plazenta praevia (Wiederholungsrisiko etwa bei 2-4%) -Kaiserschnitt in der Vorgeschichte -Mehrlingsschwangerschaft -Gebärmutteranomalien -Rauchen Wenn es auch in dieser Situation mal bei Anstrengung oder Verkehr aus Randgefäßen bluten kann, so zeigt die Erfahrung, dass die zu einem noch frühen Schwangerschaftszeitpunkt randständige Plazenta häufig mit weiterem Alter der Schwangerschaft nach oben wandert; weg vom inneren Muttermund. In Fall einer komplett vor dem inneren Muttermund liegenden Plazenta bestehen geringe Chancen, dass hier eine Änderung der Lage im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eintritt. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit der Lageänderung umso größer, je weiter die Schwangerschaft fortschreitet. Sofern die Frau nicht blutet, können wir sie auch beruhigen. Dabei ist es von Bedeutung, dass sie sich an die Empfehlungen des behandelnden Frauenarztes oder Frauenärztin hält. Welche Empfehlungen hinsichtlich Arbeit und Belastung im Einzelfall ausgesprochen werden sollten, ist am besten individuell, auch abhängig von eventuellen Blutungen zu entscheiden. Die Plazenta praevia kommt in ca.0,3-0,6 Prozent aller Schwangerschaften vor, aber nur in 20 Prozent dieser Fälle liegt sie komplett vor dem Muttermund. In 2-10 Prozent kommt es zu Plazenta-praevia-assoziierten Blutungskomplikationen. Die Ursache für eine Blutung ist entweder die Lösung des Mutterkuchens von seiner Unterlage, Eine Entzündung der Plazenta oder die Ruptur von plazentaren Gefäßen. VB Quellen Dashe, Jodi S. MD; McIntire, Donald D. PhD; Ramus, Ronald M. MD; Santos-Ramos, Rigoberto MD; Twickler, Diane M. MD, Persistence of Placenta Previa According to Gestational Age at Ultrasound Detection, Obstetrics & Gynecology: May 2002 - Volume 99 - Issue 5, Part 1 - p 692–697 Fuchs, I., Dudenhausen, J. W., Sehouli, J., Henric W. , Störungen der Plazentation und Nabelschnurinsertion, Ultraschall in Med 2008 Gorodeski, I.G., Bahari, C.M., Schachter, A., Neri A., Recurrent placenta previa, European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology - June 1981 (Vol. 12, Issue 1, Pages 7-11) Landt, S., Schmidt,M., Plazentationsstörungen, Frauenheilkunde up2date 2009; 3(6): 433-444 Kay, H.H. (2008). Placenta previa and abruption. In Gibbs, R.S., Karlan, B.Y., Haney, A.R. & Nygaard, I.E. (Eds.): Danforth’s Obstetrics and Gynecology (9th ed., pp.385-399). Philadelphia: Lippincott Williams & Wilkins. Monica, G. and Lilja, C. (1995), Placenta previa, maternal smoking and recurrence risk. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica, 74: 341–345 Oyelese, Y. & Smulian, J.C. Placenta previa, placenta accreta, and vasa previa. (2006). Obstetrics and Gynecology, 107 (4), 927-941 Strauß, Alexander, Geburtshilfe Basics, Springer-Verlag, 2006
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