Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni! Gestern war ich bei 32+2 bei der VU. Dort stellte man fest, dass unsere Kleine bereits 45 cm gross ist und ca. 2516 Gramm wiegt, KU 30. Sie liegt seit Wochen in BEL. Die Vorderwandplazenta, so hiess es gestern, liegt sehr tief, fast über dem MuMu. Ein paar "schöne" Wehen gab es auch auf dem CTG :-( Am Freitag sollen wir ins KH zum Doppler und zur Geburtsplanung. Meine FÄ sprach schon von einer Lungenreifespritze und evtl. frühem KS. Sollte sich - vor allem die Plazentaverkalkung - bestätigen, würde man das Baby dann sofort holen müssen? Oder wie sind da unsere Aussichten? Bin seit gestern total beunruhigt.... Danke!
Hallo, 1. der Reifegrad und die Verkalkungen in der Plazenta wird entsprechend der Einteilung nach Grannum beurteilt. Hier wird unter anderem die Ausprägung von Verkalkungen als Kriterium benutzt. Wenn der Sonographiebefund bei nur geringen Verkalkungen ein sonst zeitgerechtes Wachstum anzeigt und auch der Doppler und insbesondere das CTG in Ordnung sind, besteht zunächst kein Grund zur Sorge. Bei stärkerer Verkalkung schon deutlich vor dem Ende der Schwangerschaft wäre dieses wohl anders zu beurteilen. Hier wäre auch zum Beispiel die Ultraschall-Doppleruntersuchung und das CTG eine Option. Dieses kann im Einzelfall aber nur zwischen der Schwangeren und dem Frauenarzt oder Frauenärztin persönlich besprochen werden. Letztlich hat der behandelnde Arzt über weiterführende Maßnahmen zu entscheiden und kann dieses immer noch am besten beurteilen. Und so kann der Arzt eben auch im Ultraschall sehen, ob das Kind weiter wächst oder nicht. Es gibt also immer wieder mal leichte Verkalkungen, die nicht gleich Grund zur Sorge sind. Und sofern die Frau nicht raucht und sonst sich auch an die Empfehlungen hält, kann sie diesen Ablauf nicht weiter beeinflussen. 2. wenn eine deutliche Unterversorgung des Kindes vorliegt, die sich sowohl im Wachstum, als auch im Doppler bemerkbar macht, kann ein e vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft notwendig werden. 3. in der 32.SSW sollte dieses aber immer durch ein Perinatalzentrum beurteilt werden. VB
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