Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gespannter Bauch 16. SSW

Frage: Gespannter Bauch 16. SSW

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Hallo Dr. Bluni, seit einiger Zeit habe ich abends öfters mal einen spannenden Bauch, der sich sehr aufgebläht und irgendwie auch hart anfühlt. BIn in der 16. SSW. Meine Hebamme sagt, das kann stressbedingt von der Gebärmutter kommen. Sie hat mir empfohlen, mich mehr auszuruhen und Himbeerblättertee zu trinken. Nun hab ich aber gelesen, dass man den Tee frühestens ab der 34. SSW trinken sollte, da er wehenfördernd sei. Nun bin ich etwas verunsichert. Wäre derTee dann nicht genau kontraproduktiv? Meine zweite Frage ist: Kann der spannende Bauch auch von Verdauungsproblemen kommen bzw. woran erkenne ich, dass es sich um Kontraktionen der Gebärmutter handelt? Vielen Dank für Ihre Antworten! Gabi


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo Gabi, 1. ja, diese Beschwerden können auch mal durch Verdauungsprobleme hervorgerufen werden. 2. zur Klärung der Frage, was hier die Ursache für Ihre Beschwerden ist, empfiehlt es sich, wenn Sie sich dazu an Ihre Frauenärztin/Frauenarzt wenden, da wir von hier aus nicht in der Lage sind, eine Diagnose zu stellen. 3. sprechen Sie bei solchen Beschwerden zunächst immer mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt. Es ist sicher so, dass jede Schwangerschaft für sich genommen, völlig unterschiedlich verlaufen kann, mit völlig neuen und auch unterschiedlichen Erfahrungen bei bestimmten körperlichen Veränderungen. Dazu kann gehören, dass ab dem 5./6. Schwangerschaftsmonat schon mal leichte Kontraktionen - ein Zusammenziehen der Gebärmutter mit Verhärtung des Bauches - eintreten können. Diese können u.a. infolge der kindlichen Aktivität hervorgerufen werden, aber auch durch zuviel Stress oder Überanstrengung. Dieses sind aber nicht zwangsläufig vorzeitige Wehen, die sich auf den Muttermund auswirken. Um hier auszuschließen, dass diesen Kontraktionen nicht doch eine klinische Bedeutung im Sinne vorzeitiger Wehen zukommt, ist es empfehlenswert die behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt zu informieren und hier abzustimmen, ob eine Untersuchung sinnvoll und notwendig ist. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn Ihre Frauenärztin/Frauenarzt im Wehenschreiber sehen kann, ob wirklich keine Wehen vorliegen. Aber auch können bakterielle Entzündungen im Bereich der Scheide richtungweisend sein. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden und was der Tastbefund von Muttermund und Gebärmutterhals ergibt. In einigen Fällen hilft bei "harmlosen Kontraktionen" die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. 4. richtig ist, dass der Himberblättertee zur Geburtsvorbereitung ab der 35. SSW eingesetzt wird. Insofern empfiehlt es sich für Sie , dieses mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt oder einer Hebamme noch einmal abzustimmen. Sicher wird Ihnen unsere Hebamme, Frau Höfel unter der Adresse http://www.rund-ums-baby.de/hebamme/ dazu mehr sagen können. VB


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