Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

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Hallo Herr Bluni, ich bin in der 11 ssw und meine zweijährige Tochter hat eine Zytomegalie. Mein Bluttest vergangenen Freitag ergab, dass ich bislang negativ bin. Ich habe jetzt natürlich große ANgst mich anzustecken. Mein FA will nun regelmäßige BLuttests machen und im Falle einer Infektion mit Immunglobulin behandeln. Die Werte meiner Tochter waren IGM grenzwertig und IGG 14000 positiv sehr hoch. Im Urin wurde auch CMV nachgewiesen. Kann man eigentlich beurteilen wie lange oder ob sie das Virus noch ausscheidet? Wie schnell hat man messbare ANtikörper im Blut? MFG B. S.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1.sofern beim Kind nun wirklich eine frische Infektion vorliegt - was sicher erst einmal eindeutig geklärt werden sollte - bliebe für die Mutter wohl nur die konsequente Expositionsprophylaxe . Das heißt, keine Begleitung der Kinder beim Toilettengang o.ä., keine Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Enge und häufige Körperkontakte (z.B. Küssen) sollen gemieden werden. 2. nicht alle Behandlungsmöglichkeiten von CMV-Infektionen sind in der Schwangerschaft einsetzbar, da eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene nicht auszuschließen ist. Die Lösung ist eine passive Immunisierung mit Immunglobulin. CMV-Immunglobulin kann während der Schwangerschaft verabreicht werden, ohne dass eine Gefährdung des Kindes besteht. Auch, wenn dieses Immunglobulin bisher nur bei transplantierten Patienten eingesetzt wurde und die europäische Aufsichtsbehörde EMEA hier gerade größere Studien zu Verträglichkeit in der Schwangerschaft testet, ist es auf Grund von Erkenntnissen, die in internationalen Fachjournalen veröffentlicht wurden, möglich, dass Schwangere, die sich nachweislich mit CMV infiziert haben, von der Immunglobulingabe profitieren. Die Behandlung zeigt, so neuere Studien und Fallberichte, sehr gute Erfolge. Es handelt sich jedoch erstens um eine im Moment noch experimentelle Therapie, die nur in entsprechenden Zentren durchgeführt wird und für deren Kostenübernahme vorher eine Einwilligung der Krankenkasse eingeholt werden muss. VB


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