Zusatzdiagnostik in einer Risikoschwangerschaft

Prof. Dr. med. B.-Joachim Hackelöer Frage an Prof. Dr. med. B.-Joachim Hackelöer Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Frage: Zusatzdiagnostik in einer Risikoschwangerschaft

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hackelöer, Mich würde interessieren welche Zusatzuntersuchungen oder Maßnahmen sie in meinem Fall empfehlen würden. Meine FA möchte mir nämlich keine weiteren Untersuchungen als Kassenleistung anbieten. Befinde mich derzeit in der 9.SSW . Kurz zu meiner Vorgeschichte: 37 Jahre, sehr schlank, Hexadaktylie rechter Fuß bei Geburt; , 1. SS Fehlgeburt 13. Woche, Embryo nicht der SSW gemäß entwickelt. 2. SS Gestationsdiabetes (nicht insulinpflichtig), Plazentainsuffienz und Stoppen des Wachstums ab ca 33. SSW. Geburtseinleitung, Geburt bei 37+0, Mangelgeburt mit 2120g und 46cm. Schwere Postpartale Depression mit Klinikaufenthalt, derzeit behandelt mit Elontril und Sertralin(soll auch die gesamte SS genommen werden). Meiner Meinung nach, müsste doch die Kasse weitere Untersuchungen übernehmen. Es ist doch extrem wichtig eine Plazentainsuffienz frühzeitig zu erkennen. Auch die Medikamenteneinnahme rechtfertigt doch einen Feinultraschall o.ä. Überlege schon die Ärztin zu wechseln; in den ersten beiden Schwangerschaften wurde ich von dem Vorgänger betreut, der mich zum Ersttrimesterscreening überwiesen hat und jedesmal einen US machte. Vielen Dank schonmal im Vorraus. Mit freundlichen Grüßen Oleta

von Oleta am 05.08.2020, 18:38



Antwort auf: Zusatzdiagnostik in einer Risikoschwangerschaft

Hallo Oleta, In Ihrer Risikosituation sind sowohl eine frühe Felbildungsdiagnostik (13+SSW) incl.Einschätzung des Präeklampsierisikos sowie ein DNA Test (11.SSW) sehr empfehlenswert und eine Feindiagnostik in der 21.Woche incl.Dopplersonografie bei einem Pränatalspezialisten. Zur Fehlbildungsdiagnostik könnten Sie von Ihrem Arzt überwiesen werden.Allerdings besteht von Ihrer Seite aus kein Anrecht dazu.Das Gleiche gilt auch für die Kostenübernahme des Ersttrimesterscreening und des DNA-Testes durch die Krankenkasse.Sie müssen mit Ihrem Sachbearbeiter der Krankenkasse sprechen.Vielleicht hilft auch ein Schreiben Ihres Arztes,der dies empfiehlt und unterstützt. Auf jeden Fall könnte ein ausführliches freundliches Gespräch mit Ihrem Arzt helfen um von Ihm in Ihren Ängsten und Bedürfnissen unterstützt zu werden. Alles Gute Prof. Hackelöer

von Prof. Dr. med. B.-Joachim Hackelöer am 05.08.2020



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