Sarah1020
Guten Abend, wir sind ratlos aufgrund unserer sechsjährigen Tochter . Sie hat circa alle 2-3Wochen starke Bauchschmerzen mit Kopfschmerzen , die auch manchmal zum Erbrechen führen. Sie hat dabei weder Fieber noch Durchfall. Die Attacken dauern 1-2Tage, zwischen den Attacken ist sie munter und gesund. Das ganze geht jetzt seit etwa 5 Monaten so. Die Kinderärztin hat bereits eine Stuhlprobe genommen und Blut ins Labor geschickt, beides war ohne Befund. Ein Tesafilmtest hat Madenwürmer ergeben, die Attacken sind aber während der Therapie geblieben, daher war es wohl ein Zufallsbefund. Wir machen uns Sorgen und wissen nicht weiter. Haben Sie eine Idee was wir noch untersuchen lassen könnten?
Liebe S., ich kann Ihre Tochter aus der Ferne nicht untersucnen, würde aber ganz spontan an eine kindliche "abdominelle" Migräne denken. Im Kindesalter tritt die Migräne bei 4 bis 5% der Kinder auf und klingt bei jedem zweiten Kind in der Pubertät aus. Auch nimmt eine Migräneattacke einen etwas anderen Verlauf als bei Erwachsenen. Oft ist eine Attacke schon nach 2 Stunden vorüber, aber auch bei Kindern kann sie gelegentlich 48 Stunden anhalten. Viele betroffene Kinder hören mit dem Spielen oder Lernen auf. Sie sind blass und legen sich freiwillig hin, um zu schlafen. Meist wachen sie dann aus diesem Schlaf beschwerdefrei wieder auf. Migräneschmerzen treten bei Kindern häufig beidseitig auf, teilweise mit Aura. Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühle können wesentlich stärker ausgeprägt sein als die Schmerzen. Einige Kinder haben auch nur eine „Bauchmigräne“ (abdominelle Migräne), begleitet von Blässe, Appetitlosigkeit, Übelkeit und/oder Erbrechen und Bauchschmerzen. Oft ist die abdominelle Migräne ein Vorläufer der klassischen Migräne. Viele Medikamente, die Erwachsenen helfen, können bei Kindern schwere Schäden anrichten. Geben Sie daher Ihrem Kind nicht einfach so frei verkäufliche Schmerzmittel oder Ihr persönliches „Anti-Kopfschmerzmittel“. Für Kinder sind in erster Linie Paracetamol oder Ibuprofen empfehlenswert. Stärkere Wirkstoffe oder Mittel zur Vorbeugung kann bei Bedarf der Kinder- Neurologe bzw. Kinder- und Jugendarzt verschreiben. Einfache Entspannungsverfahren wie die Muskelrelaxation nach Jacobson haben sich bei Kindern zur Behandlung und Vorsorge bewährt. Die Patienten lernen hier gezielt – z.B. in Form von Fantasiereisen durch den Körper –, einzelne Muskelbereiche anzuspannen und wieder zu entspannen. Zur Vorsorge empfehlen sich außerdem ausreichender Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, regelmäßige Mahlzeiten, viel Flüssigkeit, ein geregelter Tagesablauf sowie bewusste Ruhe-Momente. Alles GUte! Bitte besprechen Sie das mit Ihrem Kinderarzt.
Veve86
Habt ihr schon an Migräne gedacht? Bei Kindern soll die sich oft mit Bauchweh bemerkbar machen
Sarah1020
Tatsächlich haben wir schon daran gedacht, Bauchmigräne passt auch recht gut zu den Symptomen. Allerdings wird die Diagnose ja eher über Ausschlusskriterien gestellt. Ich habe Bedenken, dass wir irgendetwas übersehen.
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