Sun18
Lieber Dr Brügel, meine Tochter (fast 8 Jahre alt) hat seit ca 2Wochen mit Bauchschmerzen und seit ca 1Woche mit Kopfschmerzen zu tun. Sie ist durch die Situation mit ihrem Erzeuger sehr gestresst und sagt selbst, dass es davon kommt. Ich hatte auch etwas Psychosomatisches vermutet, wie auch der Kinderarzt, der aber keinen Ultraschall vom Bauch gemacht hat. Ihr Stuhlgang sieht aus wie Köttel, also trocken und verstopfungsähnlich. Ist es gefährlich, wenn das schon seit 2 Wochen so geht? Es kommt fast täglich raus, aber immer wie Köttel. Sie sagt oft,dass sie keinen Hunger hat, obwohl sie essen muss. Irgendwann isst sie dann, aber es dauert. Wir versuchen Joghurt, Haferflocken, Pflaumen etc.,aber es bringt nichts. Muss man Movicol o.ä. geben? Oder Omnibiotic? Wie sehen Sie das? Haben Sie eine Idee? Liebe Grüße S.
Hallo Sun, also zunächst einmal ist gerade bei diesen Symptomen das Wichtigste, dass Ihr Kind insgesamt ok beinander ist, also nicht deutlich abgeschlagen, kein Erbrechen, keine starken nächtlichen Schmerzen. Eine Ultraschalluntersuchung vom Bauch wird auch bei uns in der Praxis immer seltener gemacht, weil in der Regel kein relevanter Befund damit bei dieser Art kindlicher Bauchschmerzen erhoben wird. Ich würde auf jeden Fall zur Gabe von Movicol raten, da Sie Ihrem Kind damit den Stuhlgang sicherlich leichter machen können und sich dies durchaus auch positiv auf die Bauchschmerzen auswirken kann. Ansonsten gilt es natürlich zu schauen wie man den offensichtlich ausgeprägten Konflikt auf Elternebene angehen kann, so dass das Kind hier weniger emotional belastet wird. Ich weiß, dass dies selbstverständlich alles andere als einfach ist, aber es klingt ja schon sehr danach, dass hier ein nicht unrelevanter Belastungsfaktor für Ihr Kind vorliegt. Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende Ralf Brügel
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