Mutti8001
Hallo Herr Dr. Busse, meine Tochter ist 22 Monate und hat wieder Keime im Urin. Seit der Geburt hatte sie immer wieder Blasenentzündungen, es wurde schon ein MCU gemacht, ohne Befund. Alles ist soweit ok, kein Reflux etc. Seit Februar d.J. bekommt sie eine Dauer-Antibiose. Leider befinden sich immer wieder Keime im Urin die resistent auf das aktuelle Antibiotikum sind und somit bekommt sie immer wieder ein Neues. Jetzt sind wir schon bei Antibiotikum Nummer 5, da sich wieder ein resistenter Keim gebildet hat. Wie schädlich ist es immer wieder ein anderes Antibiotikum zu geben? Ich mache mir Sorgen , dass die Kleine irgendwann mal etwas"Schlimmeres" hat und dann resistent auf Antibiotikum ist (geht das so schnell)? Wir haben jetzt einen Termin bei einer Heilpraktikerin, um evtl die Prophylaxe auf natürliche Basis zu unterstützen. Es ist immer ein Coli Keim, wir wollen jetzt mal den Stuhl der Kleinen untersuchen lassen, die Heilpraktikerin sagt das es auch mit dem Darm zusammen hängen könnte. Können sie dem beipflichten? Danke im Voraus für ihre Antwort.
Liebe M., eine Heilpraktikerin halte ich bei so einem ernsthaften medizinischen Problem nicht für zielführend. Sinnvoller wäre die Mitbehandlung durch einen erfahrenen Kinderurologen oder -nephrologen. Das Thema "Resistenz" betrifft außerdem ja nicht den einzelnen Patienten sondern die Gesamtheit der Bakterien, denn nur davon kann ein Teil Resistenzen entwickeln gegen ein Antibiotikum, mit dem diese Bakterien häufiger Kontakt haben. Alles Gute!
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