September2015
Lieber Herr Dr. Busse, ich habe vor kurzem einen Vortrag einer Ernährungsberaterin besucht, in welchem es um die heutige Nährstoffversorgung ging. Es wurde u.a. auch auf Kinder eingegangen, dass diese ganzjährig Vitamin D supplementieren und auch Omega3 Fettsäuren zusätzlich über Ergänzungsmittel aufnehmen sollten. Es sei erwiesen, dass das Verhältnis Omega3 zu Omega 6 auch bei Kindern schon nicht ausgewogen genug sei bzw. das hier durch bloße Ernährung die notwendige Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann. Natürlich warb die Ernährungsberaterin für bestimmte Mittel (Fischöl, VItamin D Tropfen, Vitamin K), die sie im Nachhinein verkaufen wollte. Ich war dem sehr skeptisch gegenüber. Sie meinte auch, man müsse die Kinder nicht extra mit einem Bluttest auf einen Mangel testen, weil man die notwendige Dosis VitaminD und Omega 3 über das Körpergewicht errechnen kann. Eine Überdosierung wäre wohl ausgeschlossen bzw. nicht "schlimm". Das war mir auch neu. Auf Empfehlung meiner Kinderärztin nehmen meine Kinder (5 und 8) von Oktober bis März täglich 500 Einheiten Vitamin D. Ansonsten achte ich auf eine ausgewogene Ernährung mit fettreichem Fisch, Nüssen etc., was Omega3 betrifft. Was halten Sie von den Aussagen der Ernährungsberaterin? Müssen im Sommer bei Kindern auch Vitamin D Tabletten gegeben werden vor dem Hintergrund, dass die Kinder ja in der Mittagszeit die Sonne wegen Hautkrebsgefahr meiden sollten? Sollte man Omega 3 bei Kindern supplementieren bzw. das sogar auch ohne "Test" machen? Vielen Dank für Ihre Einschätzung und schöne Ostern