tammy35
Ich bin sehr verunsichert, im Moment geht mein Sohn 2 Jahre nicht gern in die Kinderkrippe. Er ist das einzige Kind das spricht und schon sauber und trocken ist. Allerdings imitiert er an Kinderkrippentagen seit 3 Wochen sehr stark ein "schwieriges" Kind (wirft sich auf den Boden, nimmt Spielzeug in den Mund, brabbelt unverständlich, wirft und schlägt mit Spielzeug, schreit) und hat wenig Frustrationsoleranz, an freien Tagen macht er das nicht, ist sehr kooperativ und seine Frustrationstoleranz ist hoch, er geht sorgsam mit seinen Sachen um. Mein Sohn hat schon sehr früh sehr auf seine Sachen geachtet, nichts zerstört, schon mit 9 Monaten kleine Türmchen gebaut. Auch das Toilettengehen klappt in der Kita nicht, owbohl es zu Hause und Unterwegs auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert und er warten kann (von sich aus mit 16 Monaten gebeten hat auf die "Lette gehn" zu dürfen und es auch in der Kita schon mal eine kurze Zeit geklappt hatte. Ich habe schon das Gespräch zu den Pädagoginnen gesucht, die eine hat gemeint, dass es im Moment einige Schwierigkeiten und Chaos gäbe und, dass dabei weniger Zeit für unproblematische Kinder wie mein Sohn bliebe, er es aber gut zu verarbeiten scheint, weil er ja darüber mit mir spräche und im Übrigen auch das "schwierige" Kind als besten Freund auserkoren hätte und auch lacht und mitmacht, ich solle es positiver, als Herausforderung sehen, bei der mein Sohn etwas lernen kann. Allerdings meinte die 2. Pädagogin, dass mein Sohn manchmal abwesend beiseite stünde (die 2. Pädagogin ist neu, vielleicht konnte mein Sohn zu ihr noch keine Bindung aufbauen?) und mein Sohn hat mir auch 2 Mal erzählt, dass ihm ein anderes Kind weh getan hätte und er lieber in die kita ginge wenn kind x nicht da wäre, was laut Aussage der 1. Pädagogin nun sein bester Freund sein soll. Ich mache mir Sorgen um meinen Sohn, mit seinen Legomännchen spielt er häufig Situationen nach in denen einer dem andern weh tut und der dann weint und mein Sohn will auch am liebsten solche Geschichten hören. Für meinen Sohn ist Kommunikation sehr wichtig, zuhause spricht und fragt er ständig und in der Kita brabbeln alle anderen nur. Ist das bedenklicht? Es fällt mir auch schwer herauszufinden ob es ihm schlecht geht oder nicht.. An manchen Tagen sagt mein Sohn dann doch, dass es Spass gemacht hat. Ich blicke einfach nicht durch. Ich muss auch arbeiten.Was soll ich tun? Versuchen die Zahl der Kinderkrippentage reduzieren, ihn ganz raus nehmen, was anderes suchen? Abwarten? Es "cooler" sehen?
Liebe T., Sie wollen oder müssen arbeiten und haben sich dafür entschieden, Ihren Sohn einer KITA anzuvertrauen. Dann sollten Sie auch Vertrauen haben zu den Erzieherinnen dort und akzeptieren, dass es dort Dinge gibt, die sehr schön und gut sind aber wie immer im Leben auch Schwierigkeiten, die Ihr Sohn meistern wird. Was für ihn sicher eine sinnvolle Erfahrung ist. Lassen Sie die KITA so sein wie sie ist und kümmern sich nicht um alles, was das stattfindet, so lange die Erzieherinnen alles im grünen Bereich sehen. Alles Gute!
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