Liebe Frau Althoff, Mein Baby ist heute genau 10 Wochen alt. Seit Montag hat er eine Schnupfennase (die beiden Großen waren ganz minimal erkältet). Am Nachmittag kam er mir sehr quengelig vor und hatte auch fast 38 Grad Fieber. Deshalb sind wir am nächsten Tag zur Kinderärztin, weil er noch so klein ist und wir eigentlich am Mittwoch in Urlaub wollten. Sie hat ihn gründlich untersucht und die Freigabe für den Urlaub erteilt. Wir haben Nasentropfen, aber nur, wenn er nicht mehr trinken kann, sagt sie. Bei erneut gestiegener Temperatur sollen wir ihn aber wieder vorstellen. Seine Temperatur war seit Montagabend wieder im normalen Bereich (ohne Gabe von irgendeinem Medikament). Seine Nase schien gestern auch besser und wir sind im Urlaub ins Kleinwalsertal (von Stuttgart aus).  Hier ist das Hotel auf 1200 Meter und ich mache mir Sorgen, dass das mit der Höhe und der Nase zu viel ist für ihn. Tagsüber gestern ging es ihm gut, aber die Nacht war richtig schlimm und seine Nase ist extrem voll. Er kann weiterhin ganz gut trinken (vielleicht etwas kürzer als sonst und verschluckt sich auch öfter). Aber zwischendurch röschelt/Schnorchelt er schon ganz schön. Außerdem läuft ihm das Nasensekret auch den Hals hinunter glaube ich, weil er würgt und hustet immer wieder. Ich habe totale Angst, dass er sich daran verschluckt oder im Schlaf einfach erstickt, ohne dass ich es mitbekomme. Wir spülen seine Nase immer wieder mit NACl und ich Stille ihn ein bisschen öfter. Er hat heute Nacht auch immer wieder sehr ruhig geschlafen und auch geatmet, wenn er etwas "weggeschluckt" hat nach dem Stillen, aber manchmal war es auch richtig schwer für ihn. Ich hab ihn dann etwas höher gelagert, indem ich ihn im Arm hatte. Ich mache mir total Sorgen und weiß nicht, ob ich nochmal bei meinem kinderarzt anrufen soll oder ihn hier vorstellen soll.  Generell mache ich mir sehr viele Sorgen und in dieser Neugeborenen-Zeit (obwohl es mein drittes Kind ist) ist es besonders schlimm. Ich bin wegen Ängsten in Zwängen auch in Behandlung und generell denke ich, dass das manchmal schlimmer ist für die Kinder als die eigentlich Erkrankungen - und manchmal schleppe ich sie auch zu oft zum Arzt. Zuhause finde ich das in Ordnung, aber hier in ungewohnter Umgebung in eine fremde Praxis oder gar ins Krankenhaus ist vielleicht wirklich unnötig. Unsere Kinder-Ärztin ist toll. Sie nimmt die Probleme ernst, macht mir aber auch deutlich, wenn sie meint Sorge zu viel findet. Wir waren wirklich niemals in Urlaub gefahren, wenn sie es nicht okay gefunden hätte. Vielleicht können Sie mir helfen und ich kann heute Nacht wieder etwas schlafen und muss nicht nur das Baby "bewachen". Herzlichen Dank!!!