Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

RSV Baby 5 Monate

Frage: RSV Baby 5 Monate

FräuleinMinchen

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Sehr geehrter Herr Dr. Busse, meine Tochter - 5 Monate alt - hat sich bei der großen Schwester mit RSV infiziert. Unser Kinderarzt hat sie am Mittwoch Abend, trotz beginnender Symptomatik, mit Ian Beyfortus geimpft. In der Hoffnung, dass sie dadurch einen milderen Verlauf hat. Sie ,,bellt" etwas - dies sei wohl vom Kehlkopf. Die Lunge war am Mittwoch frei. Bei Verschlechterung sollen wir erneut vorstellig werden. Ihr Husten hat etwas zugenommen. Sie ,, brummt" etwas und Heiserkeit macht ihr zu schaffen. Sie trinkt normal (vollgestillt, etwas Beikost). Ansonsten macht sie einen guten Allgemeinzustand. Soll ich sie zur Sicherheit in der Kinderklinik oder beim Kinderarzt abhorchen lassen? Wir sollen täglich mit Pulmicort und 2-3 Tropfen Sultanol aufgelöst in NaCl inhalieren (Pariboy).  Die große Schwester hat noch weitere Medikamente zum Inhalieren bekommen. Was würden Sie mir bezüglich Baby raten? Ihre Temperatur liegt aktuell bei 37. Die letzten beiden Tage waren es über 38°C. Mit freundlichen Grüßen Theresa 


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe F., das klingt ja erfreulich positiv, nachdem es Ihrer Tochter nicht schlecht geht. Und sie kein Fieber und keine Atemnot hat. So lange das so bleibt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Zur Behandlung sagt die Leitlinie des RKI: Eine wirksame kausale Behandlung der RSV-Infektion existiert nicht. Die Therapie erfolgt symptomatisch und besteht in ausreichender Flüssigkeitszufuhr zur Sekretmobilisation und Freihalten des Nasopharynx mit NaCl-Nasenspülungen oder -tropfen." Eine Inhalation mit Salbutamol und einem Corticoid, wie sie bei einer obstruktiven Bronchitis oder bei Ashma sinnvoll ist, wird bei der Bronchiolitis durch RSV nicht empfohlen. Bei Verschlechterung: reduzierter Allgemeinzustand, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme (Trinkschwäche, Reflux, Erbrechen), beschleunigte Atmung, Husten und Dyspnoe sowie höheres Fieber sollten Sie natürlich nicht zögern, sich zeitnah an den Kindernotdienst oder eine Kinderklinik zu wenden. Gute Besserung!


FräuleinMinchen

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Danke für Ihre fachliche Expertise und beruhigende Worte!  Mfg Theresa 


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