Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Ralf Brügel:

Riesiger Lymphknoten

Frage: Riesiger Lymphknoten

Babsi_89

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Guten Tag lieber Arzt, ich schreibe Ihnen, da ich sehr in Sorge bin. Mein Sohn (7 Monate) hat seit einer Woche einen riesigen Lymphknoten (3cm) am Hals. Mittlerweile ist er auch teilweise schmerzempfindlich und gerötet. Es geht ihm sonst super, wie immer. Umso mehr die Sorge, woher das kommt. Natürlich waren wir schon beim Arzt. Letzte Woche 2x beim Vertretungsarzt, da unsere Ärztin Urlaub hatte. Der Arzt bestätigte, dass der Lymphknoten ungewöhnlich groß ist. Er staunte sehr über die Größe. Bei so einem kleinen Baby kommt das wohl nicht oft vor. Beim 1. Termin hieß es, es handelt sich um einen großen Lymphknoten, beim 2. Termin hat man wohl gesehen, dass es viele aneinandergereihte Lymphknoten sind, die angeschwollen sind.  Laut dem Ultraschall sah man aber auch nichts weiter besorgniserregendes und die Blutwerte waren auch alle super - nur der Entzündungswert minimal erhöht bei 11 (großes Blutbild). Da die Schwellung aber er zu- als abnahm, sollten wir vorsichtshalber ein Antibiotikum geben (Amoxi - morgens und abends je 4ml für min. 5 Tage) damit es nicht noch schlimmer wird. Aktuell geben wir das Antibiotikum schon den 3. Tag und es tut sich rein garnichts an der Größe.  Es ist so eine erschreckend große Beule und ich habe große Sorge um mein Baby. Ich werde morgen auch noch bei unserer Kinderärztin anrufen (kommt morgen aus dem Urlaub zurück) und einen Kontrolltetmin vereinbaren. Kennen Sie solche ähnlichen Fälle?Würden Sie auch so vorgehen? Können wir noch unterstützend etwas tun? Brauch ich mir keine Sorgen machen und es bildet sich ohne weiteres zurück? Tut mir leid für den langen Text und die vielen Fragen aber ich bin wirklich sehr unruhig und besorgt. Für Ihre Rückmeldung wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank und liebe Grüße  Barbara  


Dr. med. Ralf Brügel

Dr. med. Ralf Brügel

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Hallo Barbara, also ich bin nicht nervös. Ich gebe zu, dass 3 cm groß ist, aber tatsächlich wurde ja bereits ein unauffälliger Ultraschall und eine unauffällige Blutentnahme gemacht, was beides ja sehr gute Zeichen sind. Tatsächlich ist bei einem sonst gesunden Kind das häufigste einfach eine sogenannte Lymphadenitis, also eine Entzündung eines Lymphknotens. Und ich finde die antibiotische Therapie in diesem Fall durchaus gerechtfertigt. Prinzipiell entwickeln sich Lymphknoten sehr sehr langsam zurück (s. auch Antwort circa 10 Fragen weiter unten, die ich heute schon geschrieben habe). Eine Kontrolle bei Ihrer Kinderärztin ist sicherlich gut und sinnvoll und die Kollegin wird dann sicher auch entscheiden ob nochmals Kontrolleuntersuchungen notwendig sind. Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag Ralf Brügel


Babsi_89

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Hallo Herr Dr. Brügel, ich habe Ihre Antwort jetzt erst gelesen. Als erstes vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung. Der Verlauf war bei uns so, dass der Lymphknoten bei der Kontrolle sogar schon bei 5cm Durchmesser war. Wir wurden somit vorsichtshalber ins KH eingewiesen. Es hat sich herausgestellt, dass sich ein Abzess gebildet hat (durch Streptokokken verursacht). Bei meinem kleinen Sohn musste der Abzess unter Vollnarkose eröffnet und entleert werden. Im KH, sowie auch noch Zuhaise danach, musste die Antibiotikaeinnahme fortgesetzt werden. Nach der OP war alles noch etwas geschwollen. Jetzt seit Montag ist alles gut. Kein Antibiotika mehr und das Pflaster konnte ab. Der Schnitt verheilt gut. Es nahm doch leider alles eine unerwartete Wendung aber wir sind froh, dass alles gut gegangen ist und es unseren Sohn gut geht. Ich wollte es nur einmal aufschreiben, wie es bei uns lief, falls es jemanden interessiert, der vielleicht einen ähnlichen Fall hat. Vielen Dank nochmal und liebe Grüße  Barbara


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