Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Pendelhoden OP

Frage: Pendelhoden OP

Mitglied inaktiv

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Hallo, mein Sohn (3 3/4) hat einen Pendelhoden. Wenn er schläft oder in der Badewanne ist sind beide Hoden im Hodensack sichtbar u. tastbar. Anders sind meistens beide Hoden nicht sichtbar/tastbar. Meine Kinderärzte meinte man müsste nichts unternehmen, schickte mich aber vorsorglich zum Urulogen. Wir machten eine 4 wöchige Hormonkur mittel Nasenspray, es änderte sich nichts. Es ist immer noch so wie vorher. Heute,2 Monate später, müssen wir die Kur wiederholen und falls der Hoden nicht im Hodensack bleibt sollte er operiert werden. Unser Uruloge würde das ambulant machen. Muss das sein? Wer war in ähnlicher Situation? Sollte man das Ambulant oder in der Klinik machen lassen? Vielen Dank. Grüße aniras


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe A., wenn das wie Sie es beschreiben wirklich nur ein Pendelhoden ist, dann gibt es gar keinen Grund für eine Behandlung. Alles Gute!


Mitglied inaktiv

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Hallo, mein Sohn hat auch einen Pendelhoden. Unsere (sehr gute und erfahrene) Kinderärztin sagte ausdrücklich, dass dies nicht operiert werden müsse. Es reiche völlig, wenn die Hoden im entspannten Zustand (Baden, Schlafen) beide im Hodensäckchen zu sehen seien. Dein Urologe möchte vielleicht gern etwas verdienen, so eine OP ist ja teuer, die kann er prima mit der Kasse abrechnen. Ich würde auf Eure Kinderärztin hören und gar nichts unternehmen. Die OP an den Hoden ist nämlich keinesfalls ohne Risiko und sollte - wenn überhaupt - nur von Spezialisten in einer Klinik gemacht werden. Sie ist chirurgisch anspruchsvoll! Unsere Ärztin sagte, im ungünstigsten Falle könnten dabei die feinen Samenleiter beschädigt werden, dann ist Dein Sohn später unfruchtbar. Diese OP würde ich nur machen lassen, wenn mehrere Ärzte (!) sich ausdrücklich darin einig sind, dass dies notwendig ist! Ein Freund von mir ist Arzt, und sogar er selbst sagt generell, man solle vor JEDER OP mehrere Meinungen einholen. Ein Urologe ist überdies ja kein Fachmann für Kinderheilkunde. Er kennt sich z.B. gut aus mit Prostataleiden alter Männer oder mit Fruchtbarkeitsstörungen Erwachsener. Die Idee, dass er diese OP selbst machen möchte, finde ich ausgesprochen unseriös! Grüßle, Hexe


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