Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Nur 4 Monate stillen?

Frage: Nur 4 Monate stillen?

Johanna0407

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Hallo Herr Dr. Busse, ich hatte am Anfang sehr wenig Milch, da mein Baby schlecht getrunken hat, sodass wir von Anfang an mit Pre-Nahrung zufüttern mussten (zuerst ca. 50% des Tagesbedarfs, jetzt nur noch max. 1/3) - es hat bei Geburt 3800 g gewogen, hat aber dann mehr als 10 % abgenommen. Er ist weiterhin ein schlechter Trinker aus der Brust und verweigert sie immer mehr, sodass ich vermehrt abpumpe und ihm mit der Flasche geben muss. Mittlerweile ist er fast 3 Monate alt. Der "Kampf" mit dem Trinken an der Brust, wo er meist keine Geduld hat und anfängt zu schreien, mehrmals täglich abpumpen und zufüttern setzen mir sehr zu, sodass ich überlege nach 4 Monaten nur noch Pre-Nahrung zu geben. Allerdings habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ja nichts so gut wie Muttermilch ist. Wie wären die gesundheitlichen Folgen für mein Baby, wenn es nach 4 Monaten keine Muttermilch mehr hätte? Ich weiß nicht, ob ich die Prozedur wie jetzt noch lange so aufrecht erhalten kann. Ich gehe aufgrund des Aufwands kaum noch aus dem Haus, nachts schläft mein BabY, aber ich wegen des Abpumpens nicht....


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe J., Ihr Baby hat die ersten wichtigen Wochen Muttermilch bekommen, das ist wunderbar. Und jetzt und in Zukunft zählt vor allem auch, dass Stillen ja nicht nur Ernährung ist sondern ein glückliches Zusammensein von Mutter und Kind ermöglichen kann. Wenn das nicht funktioniert, dann ist es doch eher kontraproduktiv, aus dem Stillen einen Kampf und ein Drama zu machen, sodass dann wie in Ihrem Fall die Babymilchnahrung plus ja jetzt auch das Angebot von Beikost sehr viel sinnvoller ist für die Zufriedenheit aller. Sie müssen also wirklich kein schlechtes Gewissen haben. Alles Gute!


E.M.M.A

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Du weißt doch garantiert schon lange wie gut auch die pre Nahrung ist! Das mit dem Unterschied ist ein Vergleich aufs pingeligste, wenn es um die Nahrung geht. Zum kuscheln kannst du dich auch so mit deinem Kind zurück ziehen und durch die Impfungen spielen auch die Antikörper eine sekundäre Rolle wenn es im Vergleich beim abstillen um deine Gesundheit geht! Du hast Monate lang gekämpft und einen hohen Aufwand auf dich genommen, weil du eine liebende Mutter und eine Kämpferin bist. Jetzt darfst du dich beglückwünschen, weil du etwas außergewöhnliches so lange durchgehalten hast. Aber vor allem darfst du jetzt mit bestem Gewissen anerkennen dass es gereicht hat und es ab jetzt wichtiger ist dass du auch für dich sorgst. Mit der Flasche schenkst du deinem Sohn eine Mutter mit Energie. Davon wird er mehr profitieren!


Mamamaike

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Hallo, mein Mann wurde vor über 40 Jahren mit der Flasche großgezogen und ist schon immer gesund gewesen. Und seitdem hat sich doch auch noch mal viel getan. Eine Freundin hat sich fast aufgerieben bei der Mischung aus Stillen und Füttern, und nachdem sie komplett auf Flasche umgestellt hatte, konnte sie endlich die Zeit mit ihrem Baby genießen, weil sie selbst mehr Ruhe und innerliche Entspannung hatte. Du hast Dein Bestes gegeben, das darfst Du nicht vergessen, aber Stillen ist nicht immer "alles". Viele Grüße


User-1750749248

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Hi. Ein schlechtes Gewissen musst du nicht haben. Es ist eine Mischung aus allem und nicht Muttermilch allein, die Kinder glücklich macht. Du kannst weiter abpumpen oder auch nur Pre geben. Was dein Baby braucht, ist eine ausgeglichene zufriedene Mutter.


Amirem

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Ich bewundere deine Bemühungen! Anfangs ist es auch mit dem Stillen ziemlich strapaziös, zusätzlich noch mit Abpumpen ist es sicherlich noch umständlicher. Aber wie nimmt den dein Baby zu? Hat er genug nasse Windeln/Tag? Die Menge der pre Milch ist doch weniger geworden, das ist ein Erfolg! Das mit Zufüttern ist manchmal ein "Problem" weil die Brust nicht durch das Saugen stimuliert wird. Du legst ihn wahrscheinlich immer vorher an und gibst anschl. die Flasche? Und jede Frau hat anfangs wenig Milch, das Baby regt die Produktion an, und das ist ein Prozess der etwas dauert bis sich das eingespielt hat. Die Ursache warum er aber ein "schlechter" trinker ist/war kann aber eine Stillberaterin am besten beurteilen. Hat er vielleicht ein verkürztes Zungen-/Lippenbändchen? Ist er saugverwirrt? Bei Saugverwirrung hilft manchmal wenn man die Premilch mit einer alternativen Methode verabreicht ohne Flasche. Schreib doch ausführlich der Stillberaterin, Frau Welter hier im Forum. Die Vorteile der Muttermilch kennst du ja. Wenn du einen großen Wunsch zum Stillen hast und glaubst dass du ein schlechtes Gewissen haben wirst (was unnötig ist, aber kann ich verstehen), wende dich vor dem Abstillen unbedingt an eine gute Stillberaterin vor Ort. Sehr häufig klappt das doch noch. Unsere Anfänge waren auch nicht gerade reibungsloß. Leider hatte meine Tochter eine Saugverwirrung (Schnuller wurde in der Klinik gegeben) sodass wir mit Stillhütchen stillen mussten. Wir sind noch am Abgewöhnen. Die dauer und häufigkeit der Stillmahlzeiten hat sich dadurch erhöht, sodass wir Zeitlang alle 20-30 Minuten gestillt haben. Es wurde aber Besser! Vor allem nachdem ich mit einer qualifizierten Stillberaterin kontakt aufgenommen habe. Ich wünsche euch viel Erfolg!


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