Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Neugeborenes spuckt Blut, erhöhte Entzündungswerte, Mekoniumabgang unter der Geb

Frage: Neugeborenes spuckt Blut, erhöhte Entzündungswerte, Mekoniumabgang unter der Geb

ankh

Beitrag melden

Sehr geehrter Dr. Busse, am frühen Morgen des 2.7. wurde unser zauberhafter Sohn geboren. Leider war die Geburt sehr lang und hart. Kurz vor oder unter den Presswehen (nach Sprengung der Fruchtblase um das Kind manuell richtig ins Becken eindrehen zu können) hatte der Kleine offenbar zwischenzeitlich Sauerstoffmangel und gab Mekonium ab. Das restliche Fruchtwasser, das beim Pressen abging, war mit Mekonium versetzt und das Baby war ebenfalls damit verschmiert. Er hatte auch blau angelaufene Fingernägel und musste zunächst kurz abgesaugt werden, bevor er geschrien hat. Bei der weiteren Beobachtung und Untersuchung im Laufe des Morgens/Vormittags wurde eine erhöhte Atemfrequenz sowie erhöhte Entzündungswerte (weiße Blutkörperchen) festgestellt. Zudem spuckte er sehr viel. Darauf hin wurde das Baby noch am selben Tag auf eine Intensivstation für Neugeborene aufgenommen. Dort wurde im Laufe des Tages festgehalten, dass der Kleine Blut erbricht. Proben wurden bereits ins Labor gesendet, aber vor Mittwoch ist nicht mit Resultaten zu rechnen. In der Zwischenzeit wird er mit Antibiotika behandelt und man versuch vorsichtig, ihn zu füttern. Da ich in China lebe und es hier unmöglich ist, Besuch auf der Intensivstation zu empfangen, kann ich kein Kolostrum füttern (auch nach Milcheinschuss können wir keine abgepumpte Milch vorbei bringen) und man versucht sich derzeit durch verschiedene Milchpulver um etwas zu finden, dass er bei sich behält. Die behandelnde Ärztin geht zunächst davon aus, dass es durch verschlucken (glücklicherweise jedoch nicht einatmen) von kontanimiertem Fruchtwasser zu einen Entzündung im Magen-Darm-Trakt gekommen ist. Zur Sicherheit werden weitere, auch neurologische, Tests gemacht um auch für den Mekoniumabgang alle schwereren Ursachen sowie Folgen der Sauerstoffunterversorgung ausschließen zu können. Wie lange er in der Klinik bleiben muss wollte die Ärztin heute jedoch nicht abschätzen und den nächsten Zwischenstand bekommen wir erst am Dienstag mitgeteilt (die Klinik gibt 2 mal pro Woche einen Zwischenstand und meldet sich sonst nur bei unerwarteten Zwischenfällen). Was denken sie: Klingt das ganze soweit plausibel (also Mekoniumabgang durch Geburtsstress, durch Verschlucken Magen-Darm-Infekt mit starkem Erbrechen bis hin zu Blut)? Antibiotika wären dann ja das Mittel der Wahl. Können sie grob abschätzen, wie lange er damit wohl in der Klinik bleiben müsste? Besteht eine realistische Chance, dass wir ihn Ende nächster Woche abholen dürfen? Vielen Dank für ihre Einschätzung und beste Grüße aus Shanghai!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

Beitrag melden

Liebe A., erst mal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sohn! Sicher kümmern sich die Neonatologen auch in Shanghai nach internationalem Standard um Neugeborene mit Problemen und ich hoffe, dass es Ihrem Sohn bald besser geht. Kaum glauben kann ich, dass Sie ihren Sohn nicht besuchen können sollen und stillen oder Muttermilch abpumpen und ihm geben, denn das gehört doch ebenfalls zum allgemein anerkannten Wissen, dass der Kontakt zu den Eltern sehr hilfreich für das Gesunden eines Babys mit Problemen ist. Selbst bei extrem Frühgeborenen wird ja sogenanntes "Känguruhing" praktiziert. Fragen Sie doch einfach mal nach. Alles Gute!


ankh

Beitrag melden

Nein, wir haben extra mehrfach gefragt und versucht zu verhandeln. Wir haben auch nach einem anderen Krankenhaus gesucht etc, aber es ist leider tatsächlich unmöglich, ihn auf der Intensivstation zu besuchen. Die Angst, dass Besucher von Außen Keime einschleppen könnten (wohl begründet in einer allgemeinen Keim-Phobie in Verbindung mit tatsächlich mangelhafter Hygiene vieler Mitmenschen), wird hier schwerer gewogen als alle Vorteile der Bindung oder des Stillens (hier wird gerne auch geraten, dass Babys auf jeden Fall Wasser brauchen, Kolostrum zur Ernährung eines Neugeborenen keinesfalls ausreicht und dass Milchpulver gehaltvoller und nahrrhafter sei als Muttermilch...).


comali

Beitrag melden

Oh je :( Ich fühle mit dir dass du nicht bei deinem Sohn sein kannst. Das finde ich furchtbar für ihn und für dich. Halte durch.... Und knuddel ihn und lass ihn nie wieder los wenn ihr ihn wieder bekommt. Alles gute für euch < 3


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Guten Tag Frau Althoff, wir überlegen, mit unserem Neugeborenen (3 Wochen) die Großeltern zu besuchen. Dafür müssen wir 2,5 Stunden Auto fahren. Bisher ist der Kleine ein sehr friedliches Kind, aber: Können wir ihm eine so lange Fahrt im Maxi Cosi körperlich schon zumuten und falls ja, was müssten wir beachten (wann Pause machen und wie lange)? ...

Hallo,  unsere Tochter ist am 25.08.25 mit 3450g geboren, bei der U2 am 28.08. wog sie 3195g. Wir hatten nun am 18.09. 4000h auf der Waage, danach 2 Tage einen Infekt mit Fieber und Schnupfen. Heute brachte die kleine 4040g auf die Waage. Sie wird voll gestillt (alle 2-3,5 Stunden nach Bedarf).    Nun mache ich mir Sorgen, ob sie zu wenig z ...

Guten Tag, vor zwei Wochen kam unsere Tochter in 36+0 per Kaiserschnitt zur Welt (Vorzeitiger Blasensprung und BEL). Ich habe die Keuchhusten Impfung in der Schwangerschaft bekommen, allerdings nicht mehr die Influenza Impfung geschafft, da der Impfstoff jetzt gerade erst oder bald verfügbar ist, jedenfalls war er es noch nicht als ich noch schwan ...

Ich habe ein 6 Tage altes Baby. Meine Mutter hat uns heute zum ersten Mal besucht, sie ist eine sehr stolze, liebevolle Oma, aber leider Raucherin. Sie würde natürlich nie direkt bei uns jetzt rauchen, aber sie raucht zuhause. Sie hatte meine Tochter nach dem Wickeln, als sie nur eine Windel an hatte, länger auf dem Arm. Ich selbst habe nicht g ...

Liebes Team, dss Kind meiner Schwester ist nicht vollständig geimpft (siehe Bild Impfpass). Sie wird bald 5 Jahre alt und hat u.a noch keinen Schutz gegen MMR. Zudem ist die Freundin meiner Tochter gegen noch weniger geimpft. Genau weis ich den Stand nicht, aber ihre Mutter hat leider auch eine klare Meinung gegen Impfungen. Wir erwarten ...

Hallo, mein Baby (6 Wochen alt) hat am rechten Hals unter dem Ohr ein (stark) vergrößerten Lymphknoten. Er misst 2,5cmx1cm. Mein Baby hat keinerlei Symptome (kein Fieber, kein Gewichtsverlust, keine Infektion, trinkt sehr gut). Die Ärzte sind ratlos. Es wurden schon Blutwerte bestimmt, alles in Ordnung.  Was kann ich tun? Sollte man ihn rausoperi ...

Sehr geehrte Frau Althoff, unsere Tochter ist morgen 3 Wochen alt.  Eine liebe Freundin wollte mich im Wochenbett unterstützen im Haushalt und war am Dienstag bei uns zum saugen. Dabei hatten sie ihren 1 jährigen Sohn. Wir haben uns umarmt beim Hallo und tschüss sagen waren auch länger im gleich Raum aber mit gut Abstand und sie hat auch zwei mal ...

Hallo Herr Dr. Busse, Ich habe das Forum bereits zu diesem Dauerbrenner durchsucht, konnte aber zu unserem Fall nichts 100% passendes finden.  am 13.1 kam unser Sohn zur Welt. Gestern (16.01.2026) hat meine Frau ein grippeln und ein kleines Bläschen an der Lippe entdeckt. Lippenherpes bricht bei Ihr immer mal wieder aus.  Meine Frau hat sofort ...

Guten Tag Herr Dr. Busse, ich wende mich an Sie weil ich mir Sorgen mache. Unseren 3-jährigen Sohn haben wir positiv auf Covid getestet (3-fach test Influenza, Covid, RSV). Er hat hauptsächlich Fieber bis 39 Grad und eine verstopfte Nase. Er hat es schon zum 3. Mal (in jedem Lebensjahr einmal, zuletzt vor etwas über einem Jahr im November 2024). W ...

Hallo,  ich mache mir große Sorgen um mein Baby (2,5 Wochen alt). Wir haben eine 5jährige Tochter zuhause, die am Donnerstag Ohrenschmerzen und Fieber hatte. Das Fieber war Freitag noch da, auch die Ohrenschmerzen, sodass mein Mann mit ihr zum Arzt ist. Diagnose Mittelohrentzündung. Nun bekommt sie Antibiotikum und es ging ihr gestern (Samstag) au ...