Frage im Expertenforum Kinderarzt / Kinderärztin an Dr. med. Andreas Busse:

Mittelohrentzündung immer Antibioika?

Frage: Mittelohrentzündung immer Antibioika?

Sanwen

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Guten Tag Dr. Busse, meine Tochter (fast 4) hatte vor ein paar Wochen eine Mittelohrentzündung einhergehend mit hohem Fieber und anfänglicher Bronchitis. Sie bekam daraufhin Antibiotika. Gestern wachte sie auf, griff sich ans Ohr und klagte über Ohrenschmerzen. Nach Nurofengabe schlief sie wieder ein. Wir gingen zum HNO-Notarzt, der eine akute Mittelohrentzündung feststellte, ein kleines Loch war wohl schon zu sehen und er musste Flüssigkeit absaugen, da sie schlecht hörte. Es gab mir wieder Antibiotika und Nasentropfen. Nun zu meiner Frage: Würden Sie das Antibiotika verabreichen, denn ihr gehts eigentlich prima und sie hat wirklich keinerlei weiterer Krankheitsanzeichen? Das letzte Mal hat sie über 10% ihres Körpergewichtes verloren, da sie bei Antibiotikagabe eine enorme Essenschwäche entwickelt. Da es lt. HNO-Arzt offenbar bakteriell ist, wie hoch ist denn überhaupt die Wahrscheinlichkeit, dass die Bakterien sich anderweitig (Gehirn/Herz) ausbreiten? Für eine kurze Antwort vielen Dank, eine verunsicherte Sanwen


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., über 50 % der Mittelohrentzündungen sind viral bedingt und deshalb gilt die Empfehlung bei Kindern über 2 Jahre und ohne besondere Risiken erst mal ohne Antibiotikum zu behandeln und abzuwarten, nach 1 bis 2 Tagen zu kontrollieren und dann erneut zu entscheiden. Alles Gute!


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., über 50 % der Mittelohrentzündungen sind viral bedingt und deshalb gilt die Empfehlung bei Kindern über 2 Jahre und ohne besondere Risiken erst mal ohne Antibiotikum zu behandeln und abzuwarten, nach 1 bis 2 Tagen zu kontrollieren und dann erneut zu entscheiden. Alles Gute!


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