Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Mit 9Jahren noch nicht trocken

Frage: Mit 9Jahren noch nicht trocken

Mitglied inaktiv

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Guten Tag Dr. Busse! Mein Sohn ist mit 9Jahren noch nicht trocken. Wir haben auch schon vieles ausprobiert. Vor 2Jahren war´s die Klingelhose. Kurz vor dem Erfolg (er war über eine Woche nachts selbst aufgstanden und hat alleine die Fühler gewechselt), ging es wieder richtig los. Dann haben wir im Nov. 04 einen Urologen aufgesucht, der zunächst eine Blasenentzündung feststellte. Nach der Antibiotikum-Behandlung wurde es tagsüber besser, aber nachts keine Besserung. Wir haben zunächst 3Mon. Mictonorm ausprobiert und dann Oxybutynin seit anfang Feb. Aber wieder nicht der gewünschte Erfolg. Zwischendurch haben wir sogar Bio-Resonanz-Therapie versucht. Abschließender Kommentar des Urologen war: Das ist ein Fall für den Kinderpsychologen wegen der familiären Belastung durch die Scheidung. Tja, und das dauert, bis ein Termin zustande kommt. Mir ist jetzt schon öfters aufgefallen, dass er nicht einnässst, wenn er Kopfschmerzen hat bzw. krank ist und ich ihm Paracetamol-Zäpfchen gebe. Besteht da irgendwo ein Ansatz-Punkt oder Zusammenhang? Gibt es noch weitere Therapiemöglichkeiten? Unser KiA meint wir können jetzt nur abwarten, das wächst sich aus.


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe G., beim verzögerten Trockenwerden in der Nacht handelt es sich meistens um eine völlig normale Reifungsverzögerung. Psychische Probleme entstehen oft erst dadurch, dass die Kinder sich schämen und "nicht normal" fühlen. Eine sehr gut bewährte Methode ist die Gabe des Botenstoffs "ADH", der die Ausscheidung von Urin in der Nacht drosselt. Sprechen Sie doch mit ihrem Kinderarzt. Alles Gute!


Mitglied inaktiv

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Hallo, meine Schwiegermutter hatte das gleiche Problem mit ihrem Sohn. Er ist nachts auch nicht trocken geworden, sie hatten alles ausprobiert, bis sie feststellten, das er Nachts so tief geschlafen hat das er es einfach nicht gemerkt hat. Vielleicht könntest Du das Deinem Arzt mal sagen. Das würde vielleicht auch erklären warum er nicht einnässt wenn er Kopfschmerzen oder Fieber hat (er schläft dann nicht so fest). Alles Gute für euch 2 Gruß


Mitglied inaktiv

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Hallo, ich habe selbst als Kind immer wieder eingenässt, das aber nur in der Nacht. Und gleich vorweg, das verliert sich tatsächlich mit der Zeit (spätestens mit Beginn der Pupertät). Natürlich ist das nicht jede Nacht passiert, aber doch immer mal wieder. Gründe dafür: unbekannt. Ich habe sogar eine Weile Medikamente bekommen, dass ich nicht so fest schlafe und ich merke, wenn ich mal zur Toilette muss, aber die hatten mehr Nebenwirkungen als dass sie was genützt haben. Ich denke Stress und andere Faktoren begünstigen das Einnässen (auch oder vor allem so eine einschneidende Erfahrung wie eine Scheidung). Und ich weiss aus eigenem Erleben, dass das Einnässen besonders schlimm für das Kind selbst ist, auch wenn ihm die ELtern nie Vorwürfe machen. Ich habe mich immer furchtbar geschämt und Klassenfahrten waren eine Tortour, weil ich keine Nacht schlafen konnte. Ich halte die Idee mit dem Kinderpsychologen für eine gute Idee. Die kennen sich mit sowas aus. Wünsche Euch alles Gute B.


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