Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Busse, bei unserem Sohn (11 Monate) wurde durch Bluttest eine Eiweiss- und Milcheiweissallergie diagnostiziert. Jetzt habe ich gehört, dass diese Tests nicht immer so 100% aussagekräftig sein sollen. Er zeigt auch nicht die üblichen Symptome wie Durchfall oder Erbrechen, sondern hat schon seit Wochen (auch n a c h Weglassen aller Milchprodukte) unter dem Kinn, um den Hals herum, in den Kniekehlen und auf den Beinoberseiten Ausschlag. Ich stille ihn noch morgens und abends. Unser Kinderarzt hält das für unbedenklich, selbst wenn ich Milchprodukte oder Ei zu mir nehme, da neueste Erkenntnisse gezeigt hätten, dass das Milcheiweiss, das dann in der Muttermilch landet, für das Kind verträglich ist. Auch hierüber habe ich schon andere Ansichten gehört. Wie ist ihre Meinung hierzu? Danke, Sylvia
Liebe Sylvia, leider gibt es in der Medizin keine 100% igen Testverfahren, die heute zur Verfügung stehenden Verfahren bieten jedoch durchaus schon eine weitgehende Sicherheit. Zumindest ließ sich ja wohl eine gewisse Sensibilisierung auf Ei- und Milcheiweiß nachweisen. Leider gibt es immer wieder auch Beobachtungen, dass eine Sensibilisierung auch bei gestillten Kindern über die Muttermilch erfolgen kann. Die von Ihnen beschriebenen Hautveränderungen sind nicht untypisch für eine Milcheiweißunverträglichkeit. Leider gibt es keine Wundermethode, ich würde an Ihrer Stelle selbst den Genuss von Milch-Ei-Eiweiß reduzieren oder die gesamte Ernährung des Kindes auf Ei-Milch-Eiweißfrei umstellen. Das ist sehr mühsam und nur bei starker Hauterkrankung zu empfehlen. Gute Besserung
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