Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Langfristige Cereulid Einnahme

Frage: Langfristige Cereulid Einnahme

KateÖsterreich

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Sehr geehrter Herr Dr., Auf Grund des aktuellen Rückrufs von Danone, hatten wir nun die Erleuchtung , dass meine 10 Wochen alte Tochter davon betroffen war.  Wir wechselten ca in der 2.Woche nach der Geburt von Hipp auf Aptamil Pre Pronutra auf Grund von Verstopfung. Zusätzlich zum Milchwechsel gab ich ihr Omnibiotic Panda (1 Woche lang) . Es kam bald zu heftigen Durchfall und teilweise schwallartigen Erbrechen . Hebamme in der Nachbetreuung meinte dies sei normal und wir sollten das Omnibiotic absetzen. Wir fuhren trotzdem am 14.12 ins Krankenhaus auf Grund des extremen Durchfalls. Auch dort wurden wir beruhigt,dass flüssiger Stuhl und teilweise Erbrechen normal sei . Deshalb wechselten wir auch nicht das  Milchpulver . Nun ist mir aber klar ,dass wir meiner Tochter anscheinend Wochenlang(7wochen) verunreinigte Milch gaben . Ich mache mir ernsthafte Sorgen um chronische Krankheiten da ich gelesen habe das eine dauerhafte (auch wenn nur eine geringe Menge) Verabreichung von Cereulid zu späteren chronischen Krankheiten führen kann . Ich mache mir viele Vorwürfe und frage mich ob uns ein Bluttest helfen könnte ? Oder welche Erfahrungswerte es gibt bei einer fast 2 monatigen Verarbreichung des Toxins? Natürlich weiß ich nicht ob alle Milchpulver Packungen betroffen waren aber der Durchfall endete erst  vor 1 Woche,  seit wir auf Hipp umgestellt haben. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. 


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe K., ich verstehe die Sorge vieler Eltern wegen des belasteten Milchpulvers. Nach der Aufnahme von Cereulid können innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden Übelkeit und starkes Erbrechen auftreten. Meist klingen die Beschwerden nach spätestens 24 Stunden von selbst ab. Ob die von Ihnen beschriebenen Probleme mit der Kontamination der Babynahrung zusammen hingen, lässt sich schwer beurteilen. Es gibt bisher keine Hinweise, dass die niedrigen Konzentrationen, die möglicherweise mit der kontaminierten Babynahrung aufgenommen wurden, ein Risiko für chronische Folgeschäden bedeuten konnten. Deshalb gibt es auch keine Empfehlungen, möglicherweise betroffene Babys speziell zu untersuchen. Sie müssen sich also auch keine Sorgen machen, wenn es Ihrem Baby gut geht. Alles Gute!


KateÖsterreich

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Zur Ergänzung :  Meine Tochter ist leider seit Anfang an ein Flaschenkind und daher hat sie durchgehend die Milch konsumiert.  Wir hatten damals auch die betroffenen Vorratspackungen gekauft (Cereulid anscheinend durch die Prüfungen in Österreich bereits nachgewiesen). Also sie hatte viele Liter konsumiert.


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