Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Kopfgneis und wie lange stillen Prävention SIDS

Frage: Kopfgneis und wie lange stillen Prävention SIDS

Stepha_Nie

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Sehr geehrter Herr Dr. Busse Ich erlaube mir, mit zwei Fragen an Sie zu gelangen. Meine Tochter ist jetzt dann 16 Wochen alt. 1. Meine Tochter hat starken Kopfgneis. Eine Fachperson hat mir geraten, den Kopf mit Mandelöl einzureiben und einwirken zu lassen und danach abzuwaschen. Das habe ich getan. Der Kopf zeigte kurze Zeit später nach Auftragen des Öls jedoch Rötungen. Ich habe sehr sanft aufgetragen und nicht gerieben. Kann es sein, dass meine Tochter eine Unverträglichkeit gegen Mandelöl hat? das ist doch eher sehr unwahrscheinlich, oder? 2. Ich halte alle Massnahmen zur Prävention von SIDS ein. Das Stillen bereitet mir jedoch Probleme - ich habe alle Ratschläge der Stillberaterin befolgt und alle möglichen Ursachen wurden in Betracht gezogen (auch gesundheitliche wie verstopfte Nase, Ohrenweh etc). Meine Tochter ist zum Glück kerngesund - jedoch zeigt sie immer weniger Freude beim Stillen.Wir sind jetzt seit fast zwei Wochen intensiv am üben :-) Es ist für uns beide stressig, zumal ich mir auch Sorgen machen muss, dass sie nicht genug trinkt. Von Seiten Stillberaterinnen höre ich immer wieder, wie wichtig stillen sei und dass sich kein so kleines Kind freiwillig abstille. Das glaube ich natürlich schon, aber wir finden die Ursache einfach nicht raus, was ihr zur Zeit so nicht gefällt. Ich hoffe, dass es wieder besser wird, aber für den Fall der Fälle: Wenn ich vier Monate voll gestillt habe - besteht ein Schutz vor SIDS oder müsste ich noch bis zum 6 Monat mindestens abpumpen und meine Tochter mit der Flasche füttern, um das Risiko zu minimieren? Danke Ihnen herzlich für Ihre Hilfe. Freundliche Grüsse, Stefanie


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., die Entfernung von Kopfgneis mit Öl kann etwas "reizen", das dürfte die Ursache der Rötung sein. Es gibt in der Apotheke auch ein Gel, das sanfter wirkt. Stillen ist wunderbar - sollte aber nicht zur Ideologie ausarten und nicht in Stress. Da sollten Sie sich auch kein schlechtes Gewissen machen lassen. Viel wichtiger ist, dass Sie und Ihre Tochter zufrieden und glücklich sind. Am besten fangen Sie jetzt mit Beikost an, wie das ja ab dem Beginn des 5.Monats empfohlen wird. Und wenn nötig dürfen Sie auch eine Flasche mit Babymilchnahrung geben, wenn es bei der einen oder anderen Mahlzeit nicht so gut klappt mit dem Stillen. An der Vorsorge gegen das Risiko für den plötzlichen Kindstod wird sich dadurch jetzt nicht mehr gravierendes ändern. Alles Gute!


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