Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Komplizierter Fieberkrampf und Impfung?

Frage: Komplizierter Fieberkrampf und Impfung?

Elif89

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Sehr geehrter Herr Dr. med. Busse, Mein Sohn aktuell 2 1/2 Jahre alt wurde bei 30+6 ssw per Kaiserschnitt mit 920gr wegen einer Plazentainzuffizienz geholt. Er lag 2Monate auf der Intensivstation. Mit 1 1/2 Jahren hat er öfters komplizierte Fieberkrämpfe bekommen die zum Teil länger als 25 - 40und länger  Minuten dauerten. ( Er hat nicht geatmet sein Mund war voller Schaum ähnlicher spucke). Da hat zum Teil ein Notarzt nicht gelangt. Und es kam immer Verstärkung. Dies ist bis heute mindestens 6mal passiert. Es war immer ein komplizierter Fieberkrampf. Während der Krämpfe war seine Körpertemperatur nicht höher wie 38grad. EEG wurde gemacht und alles unauffällig.  Jetzt kommt er im September in den Kindergarten. Und die Masern impfung ist ja Pflicht. Allerdings steht im Beipackzettel, dass krampfende Personen "nicht" geimpft werden sollten. Ich weiß nicht was ich tun soll. Mein kinderarzt sieht es sehr locker und meint, wenns passiert passiert es halt. Diese Aussage kann ich aber nicht einfach so hin nehmen, da es um mein Kind geht und ich extrem Angst um ihn habe. Wir haben sehr viel durchmachen müssen.  Jetzt meine Frage an Sie; Wie bekomme ich einen Schein, dass er immungeschwächt ist bzw. wie und wo macht man so einen Test? Oder wo kann ich mein Kind testen lassen, ob er allergisch auf die Inhaltsstoffe der Impfung reagiert?  Ich brauche dringend Ihre Hilfe!  Punkt zwei wäre; der jüngere Bruder aktuell 1 1/2 Jahre hat eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion. Müssen Kinder mit dieser vorerkrankung auch gegen Masern geimpft werden?  Mit freundlichen Grüßen  Elif


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe E., ich würde das genau umgekehrt sehen, denn nicht die Impfung gegen Masern ist gefährlich sondern die Erkrankung an Masern: Besonders Kinder mit einer Vorerkrankung wie Ihr Älterer sollten unbedingt gegen Masern mit der empfohlenen Impfung geschützt werden, da die Erkrankung selber ein viel viel höheres Risiko mit sich bringen würde, dass sie aufgrund ihrer Grunderkrankung schwer erkranken als es das geringe Risiko der Impfung speziell für eine Fieberreaktion ist. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wie man speziell für Ihr Älteren die Zeit nach der Impfung so gestalten kann mit z.B. vorbeugender Gabe eines Fiebermittels oder notfalls auch stationärer Beobachtung, dass die unbedingt wichtigen MMRV-Impfungen ohne Probleme durchgeführt werden können. Für Ihren Jüngeren besteht wegen der ja behandelten Schilddrüsenunterfunktion gar kein besonderes Impfrisiko. Alles GUte!


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