Rebekka786
Sehr geehrter Dr. Busse, Ich hoffe, eine Frage dieser Art darf man Ihnen auch stellen, mich interessiert Ihre Meinung dazu. Unser Sohn geht ab November mit fast 1 25 Std die Woche in eine Großtagespflege auf einem schönen Bauernhof ganz nah unseres Wohnortes. Natürlich gibt es eine Eingewöhnung, letzte mal hat ihn aber schon mehr das Spielangebot und die anderen Kinder interessiert als die Tatsache, dass wir kurz aus der Tür waren. Das Umfeld ist dort sehr schön und bisher ist unser Sohn offen, fröhlich und freut sich zb über andere Kinder. Ein Familienmitglied zettelte einen „Streit“ mittleren Ausmaßes an, weil sie die Meinung vertritt, Ausbau des Ur-Vertrauens dauere bis ins Grundschulalter, Kita mit 1 Jahr bedeute, das Kind alleine zu lassen und „Schäden“ (was auch immer sie da meinte) sehe man erst später. Was sagen Sie dazu? Ich kenne mich von Berufs wegen etwas damit aus und sehe das unproblematisch, eher als großen Gewinn dass wir einen dieser raren Plätze bekommen haben. Hinterfragen tue ich es trotzdem. Natürlich ist es so, dass man so argumentieren könnte: was sollen Eltern machen, die früh arbeiten müssen, da muss das Kind ja in die Betreuung. Aber darum geht es mir nicht, sondern um die Frage ob dieses Ur-Vertrauen Gerede (wovon er bisher sehr viel hat!) in irgendeiner Weise richtig ist. Danke vorab
Liebe R., das Entscheidende dabei ist - neben der Qualität der Betreuung natürlich - dass Eltern hinter ihrer Entscheidung zur KITA stehen, es positiv sehen und so auch nach außen ausstrehlen und nicht klammern sondern loslassen. Sie erleben doch wie fasziniert Ihr Kind von dem neuen interessanten Angebot ist und wie wenig ihn die "Eingewöhnung" interessiert, die von Haus aus vielleicht mehr die Eltern brauchen, die nicht loslassen können........Gemeinsam mit einem liebevollen Elternhaus, glücklichen und nicht ständig gestressten Eltern mit schlechtem Gewissen, ist die Gemeinschaft mit Anderen etwas sehr wertvolles für Ihr Kind. Alles Gute!
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