Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Kind pullert ein

Frage: Kind pullert ein

siriusblvck

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Hallo Herr Dr. Busse,   meine Tochter ist 5 Jahre alt und pullert immer wieder ein. Wir hatten mal eine Phase vor 2 Jahren, in denen es eine Weile gar nicht vorkam. Mittlerweile (ca. seit einem halben Jahr) ist es extrem belastend, weil sie mehrmals am Tag eine komplett nasse Unterhose und Hose hat. Sie pullert nicht alles aus, aber es ist auch nicht nur ein paar Tropfen. Sie sagt, sie würde es nicht merken. Nachts war sie noch nie trocken. Sie wacht auch nicht auf zum Pullern, schläft dabei einfach weiter. Tagsüber passiert das Einpullern mal im Spiel, mal einfach so, manchmal ist sie abgelenkt, manchmal nicht, seltenes hat sie sehr viel davor getrunken. Ich habe auch im Allgemeinen das Gefühl, dass sie super häufig auf die Toilette geht. Es ist jetzt nicht so, dass sie es 2/3 Stunden anhalten würde, sondern dass wir sie schon stündlich schicken müssen, damit nichts in die Hose geht. Abgesehen davon lässt sie sich natürlich auch nicht schicken. Sie ist im Allgemeinen sprachlich, grob- und feinmotorisch entwicklungsverzögert und hat zudem noch mehr Einschränkungen, weswegen es für mich persönlich eine sehr große Belastung ist, dass auch das Pullern nicht (mehr) funktioniert. Wie erfolgreich kann denn eine Therapie sein, wenn es was organisches sein sollte?  Grüße


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., ich kann Ihre zusätzliche Belastung durch das regelmäßige Einnässen Ihrer 5-jährigen Tochter gut verstehen. Was die Ursache ist - ob es mit ihrer allgemeinen Entwicklungsverzögerung zusammen hängt - kann ich aus der Ferne ja leider nicht  beurteilen. Ich möchte Sie aber auf jeden Fall ermuntern, sich Hilfe vor Ort zu holen. Was meint denn Ihr Kinderarzt dazu, der immer die erste Anlaufstelle sein sollte? Er kann Ihnen auch raten, wo bei Bedarf eine kinderurologische Abklärung stattfinden kann, um die Ursachen einzugrenzen. Und natürlich zu besprechen, welche Behandlung z.B. mit Schulung oder/und Medikamenten helfen könnte. Ganz pragmatisch wäre es sicher sinnvoll, Sie würden Ihrer Tochter zunächst einmal "Spezialunterhosen" = Höschenwindeln anziehen, damit die Situation auch für sie selber weniger peinlich ist. Alles Gute!


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