Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Impfen

Frage: Impfen

Kornblume2016

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Guten Tag Herr Dr. Busse, vielen Dank dass Sie immer unsere unzähligen Fragen beantworten, das hilft ungemein. Ich habe in einigen Ihrer Beiträge gelesen, dass das Impfen das Immunsystem stärkt. Wie genau funktioniert das? Ist nicht genau das Gegenteil davon das Argument der Impfkritiker? Dass das Immunsystem der kleinen Säuglinge noch nicht ausgereift ist und durch das enthaltene Aluminium in den Impfstoffen in dieses Immunsystem eingegriffen wird? Vgl. Kinderarzt Martin Hirte. Was halten Sie von dieser These? Ich muss zugeben, dass mich sein Buch sehr zum Nachdenken gebracht hat, obwohl ich vorher absolut pro Impfen war und selbst komplett durchgeimpft bin. Aber nach seinem Buch kann man schon mal auf die Idee kommen erst nach 12 Monaten zu impfen. Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße Kornblume


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe K., es ist sehr traurig, dass durch solche unsinnige und der Wirklichkeit des Lebens widersprechende Behauptungen Kinder gefährdet werden bis hin zur Lebensgefahr wegen Krankheiten z.B. durch HIB, Pneumokokken, Keuchhusten-Bakterien,..... Denn unser Immunsystem funktioniert bereits im Mutterleib und erst recht nach der Geburt auf Hochtouren. Nur ist es so, dass es erst mal alle Erreger kennen lernen muss, um so rasch darauf zu reagieren, dass die Erreger nicht die Oberhand gewinnen. Und "kennen lernen" und ein Immungedächtnis aufbauen geht halt nur, indem man erst mal krank wird. Oder indem man geimpft wird mit z.B. Bestandteilen der Erreger und das Immunsystem darauf "reinfällt" und genauso wie beim Krankwerden mit den ganzen Erregern Abwehrstoffe und ein Immungedächtnis entwickelt. Sodass dann, wenn man sich mit dem echten Erreger ansteckt, das Immunsystem schon in den Startlöchern steht und man entweder gar nicht krank wird oder nur ganz geringe Symptome entwickelt. Dass das funktioniert zeigen die Erfolge nach Einführung jeder Impfung. Waren es z.B. vor Einführung der Impfung gegen Pneumokokken ab dem 3.Lebensmonat noch etwa 400 Kinder bis 5 Jahren, die jährlich eine lebensbedrohende Pneumokokkeninfektion mit Hirnhautentzündung oder anderen schwersten Symptomen erleiden mussten, ist seit der generellen Empfehlung der Impfung die Rate um ca.90% gefallen. Und wen trifft es noch: die Jüngsten, die entweder bis zur 9.Woche noch nicht geimpft werden konnten, und leider auch sehr oft Babys und Kleinkinder, die eigentlich schon geimpft hätten sein können. Fallen Sie also bitte nicht auf diese selbst ernannten "Gurus" rein, die ein wunderbares Geschäft damit machen. Alles Gute!
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier: Impfen.


Leon2015

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Unser Sohn ist ein Frühchen. Er ist komplett geimpft. Und hat sogar noch eine extra Frühchen Impfung. Kann nicht Impfen nicht verstehen. Bringe andere damit in Gefahr. Jedes Kind sollte geimpft sein. Ist besser. Die Schäden des nicht Impfens sind weit aus höher.


Kornblume2016

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Ich konnte es auch nie verstehen, bis ich das Buch "Impfen pro und Contra" von M. Hirte gelesen habe. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Hirte ist kein impfgegner, aber er setzt sich kritisch damit auseinander. Und ich kann viele seiner Ausführungen nachvollziehen. Gar nicht zu impfen ist für mich auch keine Option, aber eben vlt erst mit 12 Monaten. Ich weiß eben z.b. nicht warum ein 2 Monate altes Kind gegen Hepatitis B geimpft werden muss, Hepatitis wird fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr und Spritzenkanülen übertragen. Ich weiß einfach nicht mehr was richtig und was falsch ist. Und zu impfen weil es jeder macht und man sich damit in guter Gesellschaft befindet, ist für mich kein Argument. Ich bin schlichtweg mehr als verunsichert, und das erst nachdem angefangen habe mich zu informieren :(


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