Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Husten und die Frage nach dem Warum

Frage: Husten und die Frage nach dem Warum

Finchen219

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Guten Tag Dr. Busse, meine Tochter (13 Monate) leidet seit fast 5 Monaten an Husten. Es begann im Italienurlaub am Meer und seitdem ist sie krank. Wir waren bei zwei Ärzten und einer Heilpraktikerin alles ohne Diagnose, am Ende stand die Aussage, das Kind sei einfach anfällig und die Lunge ihre Schwachstelle. Es wurde auf Allergien getestet usw. und mir am Ende gesagt, dass es sich mit der Zeit vermutlich verwachsen würde. Phasenweise ist der Husten sehr schlimm und wir inhalieren 2-3 Mal am Tag Salbutamol. Zwischendurch hatten wir auch eine gute Phase, wo wir fast 2 Monate ohne Inhalation (aber nicht ohne Husten) auskamen. Der Husten wie gesagt mal besser mal schlimmer, manchmal begleitet von rasselnder Atmung und Atemgeräuschen. Insbesondere kommt er oft nachts bzw. im Liegen und bei körperlicher Aktivität. Teils sind es Anfälle, bei denen sie richtig rot anläuft, teilweise nur ein kurzes Hüsteln zwischendurch. Beim Abhören ist die Lunge meist frei oder es ist eine "Schleimansammlung in den oberen Atemwegen zu hören". Ich bin mit der Zeit lockerer geworden, doch das Umfeld macht es einfach einfach schwer. Ständig die Frage "was hat denn das arme Kind" oder "das kann doch nicht sein". Natürlich lässt mich als Mama die Frage nach dem Warum auch nicht ganz los und zwei Dinge spucken in meinem Kopf herum: - Könnte es Mukoviszidose sein? Meine Tochter wächst und gedeiht sehr gut (11 Kg aktuell), ist eine fröhliches, aktives Kind, sehr gut entwickelt, aber häufig auch erkältet. - Könnte ein Fremdkörper verschluckt worden sein und sich in der Lunge befinden? Eigentlich war sie nie unbeaufsichtigt, allerdings kam es schonmal vor, dass sie sich an einem Stück Apfel verschluckt und danach heftig gehustet hat. Könnte es sein, dass hier etwas in die Lunge gelangen konnte? Ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldung!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe F., wenn Sie sich unsicher fühlen, dann lassen Sie ihre Tochter doch einfach im Sinne einer 2.Meinung bei einem speziellen Kinder-Pneumologen mal untersuchen. Ich kann das ja leider aus der Ferne nicht tun, und Spekulationen nützen niemandem. Alles Gute!


Finchen219

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Meine Tochter war jedoch nie ernstlich krank, also keine fiebrige Lungenentzündung oder ähnliches bisher, was lt. den Ärzten gegen einen Immundefekt spricht.


Mitglied inaktiv

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Hallo Finchen, Für mich liest sich das eher, als hätte Euer Kleines durch eine Infektion (RSV?) vor 5 Monaten ein hyperreagibles Bronchialsystem zurückbehalten, d.h. dass viele Bagatellviren ihr jetzt direkt auf die Bronchien gehen. Die Verordnung von Salbutamol als Inhalation lässt vermuten, dass die Bronchien auch beim Abhören für obstruktiv (verengt) befunden wurden, was auch in diese Richtung geht. Manche sprechen dann auch von Kleinkindasthma, was sich bei vielen Kindern tatsächlich "verwächst" . Ich würde Euch wirklich empfehlen, Eure Kleine zeitnah einem Kinderpneumologen (Lungenfacharzt für Kinder) vorzustellen. Im Rahmen einer Asthmadiagnostik kann dann auch ein Schweisstest zum Ausschluss von Mukoviszidose und ggf auch ein Röntgenbild oder Bronchoskopie gemacht werden, falls der Experte auch an Aspiration denkt (was ich aber für sehr unwahrscheinlich halte, das aspirierte Teilchen müsste doch bereits zu einer Lungenentzündung geführt haben). Es kann gut sein, dass der Pneumologe Euch dann eine milde Kortisoninhalation für ein paar Monate empfiehlt, damit die Empfindlichkeit der Bronchien zurückgeht (die leichte Entzündung gehemmt wird). Gerade jetzt im November zu Beginn der Infektzeit wäre das sicher eine gute Sache. Bitte auf Schleimlöser verzichten. Falls die Bronchien verengt sind, schaden diese mehr als sie nützen. Alles Gute für Eure Maus! Gruß A.


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