Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Folgeschäden nach Paracetamol-Überdosierung?

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Frage: Folgeschäden nach Paracetamol-Überdosierung?

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Sehr geehrter Herr Dr.Busse, am 12.02. waren wir mit unserem Sohn (2,5Jahre, 12,5kg) wegen Fieber (leicht über 39°C), Kopfschmerzen und einmaligem Erbrechen nach Bauchkrämpfen in der Kindernotfallpraxis. Der diensthabende Kinderarzt stellte einen Virusinfekt fest und verschrieb uns Paracetamolzäpfchen 250mg. Diese könnten wir unserem Sohn nach Bedarf 3-4mal täglich geben. Das erste Zäpfchen bekam er um 19Uhr. Als das Fieber nachts um 4.30 wieder auf über 39°C anstieg, bekam er das zweite Zäpfchen. Am 13.02. mittags um 12:30Uhr stieg das Fieber wieder schnell auf über 39°C an und wir gaben ihm das 3.Zäpfchen.Weitere Symptome waren Kopfschmerzen. Nach einem Anruf bei unserer Kinderärztin wegen eines Termins wurden wir auf den nächsten Tag vertröstet. Als das Fieber abends um 19:40Uhr auf über 40°C stieg, bekam unser Sohn das 4.Zäpfchen und wir fuhren erneut in die Notfallpraxis. Die zu diesem Zeitpunkt diensthabende Ärztin konnte außer einem Virusinfekt, nichts weiter feststellen, sagte aber die Dosierung der Zäpfchen sei für unseren Sohn viel zu hoch und verschrieb uns stattdessen Ibuprofen-Saft auf ( den wir aber nicht mehr benötigten). Erneut zu Hause klagte unser Sohn, wie am gestrigen Tag das letzte Mal, über Bauchweh und übergab sich. Bei unserem Termin am 14.02 sprach unsere Kinderärztin von einer leichten, aber nicht besorgniserregenden Überdosierung. Die Giftnotrufzentrale sah das etwas anders und empfahl sicherheitshalber eine Überweisung in die Kinderklinik. Die erste Ärztin dort wollte unseren Sohn auf jeden Fall stationär aufnehmen. Die hinzukommende Oberärztin jedoch sah das als völlig unnötig an und schickte uns mit den Worten " diese Dosierungen geben wir Kindern der Gewichtsklasse hier ständig" nach Hause.Auch seien die zeitlichen Abstände zwischen den Zäpfchen ausreichend lang. Zu unserer Beruhigung wurden die Leberwerte im Blut vorher untersucht. Ein Transaminasenwert war minimal erhöht (anstatt max 47 U/l, 49 U/l). Das stufte man als harmlos ein. Unser Sohn war inzwischen fieberfrei, klagte aber immer noch ab und zu über Bauchschmerzen. Am Donnerstag den 16.02 machte unsere Kinderärztin zur Kontrolle nochmal ein großes Blutbild. Die Transaminasen- und Bilirubinwerte waren normal. Die Leukozyten etwas erniedrigt, was die Ärztin auf den Virusinfekt zurückführte. Meine Frage: Kann ich jetzt beruhigt sein, oder muss ich mir noch Sorgen wegen Folgeschäden machen? Die zum Teil sehr weit auseinandergehenden Stimmen bezüglich der Überdosierung machen mich sehr unsicher. Vielen Dank im Voraus


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe E., da kann ich Sie wirklich beruhigen, die 24-Stundendosis lag ja nicht über der Richtschnur von 75 bis 80 mg/kg Körpergewicht am Tag und die Untersuchungen jetzt nachträglich haben ja völlig normale Leberwerte erbracht. Alles Gute!


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