Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Erguss im Ohr - scheinbar unerträgliche Schmerzen

Frage: Erguss im Ohr - scheinbar unerträgliche Schmerzen

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Lieber Herr Busse, meine Tochter (knapp 18 Monate) hatte vor drei Wochen eine Mittelohrentzündung und hat ein Antibiotikum bekommen. Dieses hat innerhalb von 12 h wunderbar angeschlagen. Eine Woche nach Abklingen der Symptome schreit die Kleine v.a. nachts vor Schmerzen und hält tags den Kopf schief, teils auch die Hand ans Ohr. Angeblich ist noch ein wenig Wasser hinter dem Trommelfell, was sehr unangenehm sein muss. Diese Symptome (Schmerzen, Kopf schiefhalten...) dauern nun schon knapp 12 Tage, Besserung nicht in Sicht. Wie lange kann so etwas dauern? Wo kann denn die Flüssigkeit hinlaufen bzw. absorbiert werden? Ist das tatsächlich so schmerzhaft? Wie können wir das "Ablaufen" (außer Nasenspray) unterstützen? Wir sind schon am Durchdrehen, seit Wochen schläft die KLeine weniger als 7h pro 24 h; nachts fahren wir ein Unterhaltungsprogramm, weil sie wegen ihrem Ohr regelrecht panisch wird. Ach ja: Entzündung liegt keine mehr vor, nur noch etwas gerötet; sie hat leichte Temperatur.


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe J., diese heftigen Beschwerden sind äußerst ungewöhnlich für einen sehr häufig vorkommenden Erguss im Mittelohr nach einer Entzündung. Bitte lassen Sie das beim HNO-Arzt genauer abklären. Alles Gute!


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Wart Ihr mal beim Facharzt? Also HNO? Das würde ich schleunigst machen. Mit 18 Monaten ist Eure Tochter sicherlich noch nicht wehleidig oder eine Simulantin. Ich würde die Schmerzen sehr ernst nehmen und falls noch nicht geschehen zum Facharzt gehen. Gute Besserung.


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PS: Ein Erguss im Ohr muss m.W. nicht immer eine Entzündung als Ursache haben. Mein Sohn hatte im letzten Jahr aufgrund einer starken allergischen Reaktion verbunden mit Wasser im Ohr vom Plantschen innert weniger Stunden rasende Ohrenschmerzen. So schlimm, dass er gebettelt hat, die Kinderärztin möge kommen oder er wolle in die Klinik - das hat er vorher noch nie. Erstere mag er, so lange er nur nicht hin muss, letzteres fürchtet er wie der Teufel das Weihwasser. Er war damals fünf und in der Notambulanz der Klinik wurde mir bestätigt, dass das gänzliche ohne Fieber passieren kann und sehr schmerzhaft ist. Gruß Tina PPS: Zum Facharzt rate ich übrigens deshalb, weil der bessere Geräte als ein Kinderarzt hat, der kann viel mehr sehen - auch im Rachenraum.


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Hallo, wir haben den HNO bereits dreimal kontaktiert (leider dreimal ein anderer, war Wochenende). Der erste hat das Wasser festgestellt + eine leichte Rötung (laut unsererm Kinderarzt eher ein Überrest der letzten Entzündung); er hat sofort noch ein Antibiotikum verschrieben, was aber (im Vergleich zur Wirkung bei der akuten Entzündung) gar nichts brachte. Besuch zwei und drei bestätigten, dass das Ohr bis auf den unangenehmen Erguss in Ordnung sei. Heute nacht hat die Kleine insgesamt nur zwei Stunden geschlafen, ansonsten nur gewimmert. Ich kann doch nicht schon wieder zum Arzt und da dann den nächsten Virus mitnehmen?! Freue mich über Hinweise! Herzliche Grüße und vielen Dank, Judith


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Ich würde es mal mit Otowowen versuchen. Das haben meine Kinder immer bekommen, wenn sie Flüssigkeit im Ohr hatten. Das ist zwar homöopathisch, wurde mir aber schon in der Erzschulmedizinischen Kinderklinik in Stuttgart verschrieben. Gute Besserung. Gruß´ Tina PS: Vielleicht gibt es einen HNO-Arzt der auf Kinder spezialisiert ist? Die Schmerzen beherrschen nicht nur Euer Kind, sondern auch Euch. Das muss man ernst nehmen! Genier Dich nicht, so oft zum Arzt zu gehen, bis einer helfen kann.


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Hallo Judith! Vielleicht schaust du gelegentlich wieder mal hier rein... Mich würde interessieren, wie das ganze ausgegangen ist. Gruß Nickname


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