Niobe78
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, unsere Tochter (knapp 21 Monate) ist leider (noch) nicht gegen FSME geimpft, da mir das leider durchgerutscht ist, dass man bereits ab 1 Jahr impfen kann, wir nicht in einem Risikogebiet wohnen und unser Kinderarzt bisher nicht darauf aufmerksam gemacht hat. Nun waren wir in einem Risikogebiet (Bayern) im Urlaub und trotz langer Kleidung, Socken über der Hose und obwohl wir nicht durchs hohe Gras gestreift sind, haben wir abends beim Ausziehen unter der Achsel eine Zecke entdeckt (wir waren an einem See unterwegs). Diese war noch winzig klein (vielleicht 1-1,5 mm), hatte sich aber schon festgebissen. Wir haben sie mittles Zeckenzange entfernt und den Stich mit Octenisept desinfiziert. Der Stich sah zu keinem Zeitpunkt entzündet aus und war nur ein ca. 1 mm großes hellrotes Pünktchen, das nach ein paar Tagen nicht mehr zu sehen war. Ich bin mit der Zeckenzange zunächst 2 Mal abgerutscht und hoffe, dass ich dadurch keine Bakterienübertragung (Borrelien) provoziert habe. Nun hat sich unsere Tochter heute morgen (4,5 Tage nach Entfernung der Zecke) nach einer etwa 20 Min. Autofahrt spontan und ohne Vorwarnung erbrochen (es sah so aus als sei das komplette Frühstück bestehend aus Brot, Milch und Banane wieder rausgekommen). Vorher war sie quietschfidel, danach etwas weinerlich bis wir sie gewaschen und umgezogen hatten). Ihr Stuhlgang war breiig, aber kein Durchfall, Fieber oder sonstige Auffälligkeiten gibt es bisher keine. Sie hatte auch gleich wieder großen Appetit. Kann das mit dem Zeckenbiss zusammenhängen und auf eine FSME hindeuten? Sollten wir auch ohne weitere Symptome einen Kinderarzt aufsuchen bzw. ab wann ist in dem Fall ein Besuch beim Kinderarzt angezeigt? Vielen Dank!
Liebe N., natürlich sollte Ihre Tochter dann, wenn es ihr anhaltend nicht gut geht, beim Kinderarzt untersucht werden. Der Gedanke an den Zeckenstich als Ursache ist aber eher abwegig. Alles Gute!
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