Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Erbrechen durch Fiebern?

Frage: Erbrechen durch Fiebern?

AnniLi42

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Guten Abend Herr Dr.Busse, Wir hatten jetzt schon mehrmals den Fall, dass unser bald 3-jähriger Sohn im Rahmen von einem Infekt schnell hohes Fieber bekam und dann erbrechen musste. War das Fieber (z.b. durch Zäpfchen) wieder unten, ging es ihm soweit gut und er hatte auch Lust zu essen/trinken. Wenn das Fieber dann (in der Regel sehr plötzlich) wieder kam, erbrach er selbst Wasser, bis das nächste Zäpfchen wirkte.  Natürlich haben wir immer erstmal an einen Magen-Darm-Infekt gedacht. Aber in diesen Fällen hatte er weder Durchfall, noch hat sich irgendjemand in der Familie sonst angesteckt. Zuletzt war es so, dass er und der kleine Bruder (1 Jahr) beide zeitgleich und sehr plötzlich Fieber bekamen. Der Große erbrach beim ersten Fieber 2 mal, beim nächsten Auffiebern wieder, obwohl er 15 Minuten vorher noch um Nudeln gebeten hatte (gegessen hatte er sie noch nicht, die waren noch auf dem Herd). Der kleine Bruder hatte ebenfalls hohes Fieber, aber null Anzeichen von Magen-Darm.  Ist es möglich, dass der Kreislauf bei kleinen Kindern durch das Fiebern so stark beansprucht wird, dass es dadurch zu Erbrechen kommen kann? Und falls ja: sollten wir bei ihm dann lieber schneller zu fiebersenkenden Mitteln greifen? Eigentlich sind wir da eher zurückhaltend, Fieber hat ja schließlich seinen Sinn bei der Infektbekämpfung. Aber er leidet immer so :-( hat bei gesenktem Fieber Hunger/Appetit aber traut sich kaum zu essen Viele Grüße und danke!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe A., wir beobachten in der Tat nicht selten Kinder, die bei hohem Fieber im Rahmen eines insgesamt harmlosen Virusinfekts zu Übelkeit und Erbrechen neigen. Im Rahmen von hohem Fieber kann zusätzliches Erbrechen aber natürlich auch auf eine schwerere Krankheit hinweisen, sodass das Kind, vor allem wenn auf Gabe eines fiebersenkenden Mittels nicht rasche Besserung eintritt, unbedingt zeitnah von einem Kinderarzt oder in der Klinik untersucht werden sollte. Sinnvoll ist außerdem das Trinken einer Glukose-Elektrolyt-Lösung wie z.B. "Oralpädon" (oder auch 1/5 Orangensaft und 4/5 mineralreiches Mineralwasser wie z.B. Fachinger). Alles Gute!


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