Paedi
Sehr geehrter Herr Dr Busse, Vielen Dank für Ihre Arbeit, ich schätze Sie sehr. Ich habe haben eine Tochter 22 Monate die ein ungewöhnliches Essverhalten zeigt. Bisher habe ich versucht gelassen zu agieren und mich an die Tips gehalten die Sie zu dem Thema geben. Kein Fläschchen, Mahlzeiten am Tisch, kein Drängen usw,… jedoch machen wir kaum Fortschritte und ich erkenne den Grund nicht. Sie isst sehr einseitig, Obst isst sie gerne und ein wenig rohes Gemüse. Außerdem Nudeln und Reis ohne Sauce oder weiteren Zutaten. Von der Suppe löffelt sie gerne die Flüssigkeit. Wurst und ein wenig Fleisch. Zitrone und Essig mag sie auffallend gerne. Gekochtes Genüse wird in jeder Form verweigert. Sie liebt alles was extrem fettig ist und würde aus der Ölflasche trinken wenn es erlaubt wäre. Kartoffelnudeln oder Spätzle mag sie ebenfalls. Schwierig finde ich, dass sie die allermeisten Speisen nichtmal probiert sondern gleich „bäh“ sagt. Sie lässt sogar Milchschokolade liegen, das mag praktisch erscheinen, irritiert mich aber schon. Das Gewicht und die Größe sind ganz normal würde ich sagen, aber ich mache mir Sorgen dass sie womöglich einen Mangel bekommt. Grundsätzlich kann man sich ja drauf verlassen dass sie einen guten Instinkt haben und sich holen was sie brauchen, aber bei so einer Speisenauswahl frage ich mich tatsächlich ob mit dem Stoffwechsel alles in Ordnung ist. Eigentlich war das schon immer so, anfangs schwer zu stillen, Beikost erst ab 8 Monaten angenommen und da nur den Obst/Getreide Brei. Wir haben zügig Familienkost eingeführt aber die Vorlieben haben sich leider noch nicht geändert. Am Abend wird sie noch einmal gestillt und manchmal wenn sie weit vor der Frühstückszeit aufwacht. Das ist aber mehr Kuschelzeit als Ernährung und für uns wichtig. Sollen wir einfach so weitermachen, oder wäre eine Untersuchung angebracht? Vielen Dank LG
Liebe P., Ihre Tochter scheint ja gut zu gedeihen, sodass ich Ihnen nur ein Kompliment mache kann, dass Sie das mit dem Essverhalten so konsequent umgesetzt haben. Bleiben Sie bitte dabei, machen Sie das Essen am Familientisch immer zu einem freundlichen und freudigen "Ereignis" und tolerieren ohne Kommentar das ganz normale "Picking" Ihrer Tochter. Ideal wäre es, wenn häufiger "alles essende" Altersgenossen mit am Tisch sitzen könnten. Alles Gute!
3wildehühner
Ich finde das Essverhalten nicht ungewöhnlich. Viele Kinder essen so selektiv. Was hilft: Kein großes Tara um das Essen machen: also nicht bei der Mahlzeit thematisieren, sondern das Essen in kindgerechter Portion auf den Teller geben und essen lassen, was das Kind möchte. Zwischendurch keinen Süßkram und keine süßen Getränke geben hilft den Appetit anzuregen. Kein gesundes Kind verhungert vor einem gefüllten Teller.
5_fach_Mama
Finde es auch ganz normal. Wir erwachsenen essen doch such nicht alles und haben gewisse Vorlieben. 3 Haupt und 2 zwischenmahlzeiten normal am familientisch das was sie isst bzw was du zubereitest. Und dein Kind entscheidet was und wieviel es isst. Kein Kind verhungert freiwillig. Mein großer ist auch ein schlechter Esser was die warme Mahlzeit am Mittag angeht. Sie fällt öfter mal aus. Mir egal. Bei 5 Kindern kann ich nicht für jeden ne extrawurst kochen. Natürlich achte ich drauf dass es auch was gibt was er isst oder ich unser essen für ihn abwandern kann. Aber komplett extra Mahlzeit koche ich nicht.
MarcelineCH
Hallo Paedi Ich bin zwar nicht Dr. Busse, aber vielleicht kann ich dich trotzdem beruhigen. Für ihre 22 Monate isst sie doch viele verschiedene Lebensmittel gerne. Das Kleinkinder nicht immer alles essen und oftmals etwas wählerisch sind, ist ganz normal. Im Englischen nennt sich das Phänomen „Toddlers Diet“. Schaue doch einfach, dass es immer etwas dabei hat, das deine Tochter gerne mag. Bis eine neue Speise akzeptiert wird, muss diese viele, viele Male probiert werden.
Pinguini
Ist sie denn fit? Anfällig für Krankheiten? Blass? Das würde einen Mangel andeuten. Perzentile ok? Meine hat in dem Alter Margerine pur gelöffelt. Sie hatte aber tatsächlich Eisenmangel wegen zu wenig Fleisch, da musste ich dann 3 mal die Woche Rindfleisch anbieten, dann wurde es besser.
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